Wappen des Kreises Elchniederung

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Die Kirche im Kreisort Heinrichswalde
Berichte zu Personen I
Reports to Persons I

 Zu den nachfolgend genannten Pers├Ânlichkeiten findet man hier Berichte:
 Werner Wei├č, Paul Noetzel, Johannes Klaus, Otto Buskies, Horst Frischmuth, Hans - Dieter Sudau, Reinhold Taudien,
Manfred Romeike
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Der 1. Kreisvertreter Werner Wei├č hatte diese Funktion von 1948 bis 1950 inne, war aber danach weiter f├╝r unsere Kreisgemeinschaft aktiv. Nachfolgendes fanden wir in alten Heimatbriefen:
Werner Wei├č wurde 70

WernerWei├č 1. Kreisvertreter von 1948-1950
Herr Werner Wei├č, geboren am 3.11.1913 in Heinrichswalde, feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Wir gratulieren unserem Landsmann dazu von ganzem Herzen und w├╝nschen ihm, da├č er noch viele Jahre f├╝r unseren Heimatkreis so aktiv wie bisher t├Ątig sein m├Âge. Hier wollen wir einen R├╝ckblick auf seine gelebten 70 Jahre tun:
Nach der mittleren Reife begann Werner Wei├č eine Lehre beim Kreisausschuss Niederung in Heinrichswalde und blieb dort bis 1940 als Angestellter. Von 1940 bis zum Kriegsende war Werner Wei├č als Kreisinspektor beim Kreisausschuss t├Ątig. Selbstverst├Ąndlich war er auch seiner Pflicht als Soldat nachgekommen, die in der Sowjetischen Kriegsgefangenschaft - bis 28.9.1948 - endete.
Der neue Anfang war schwer, als ungelernter Arbeiter in einer Seifenfabrik in Berlin begann Werner Wei├č, sich wieder "├╝ber Wasser zu halten". Jedoch ab1.1.1953 ging es bergauf; er war f├╝r die Verwaltung beim Bezirksamt Sch├Âneberg von Berlin im Ausgleichsamt t├Ątig. Schon fr├╝h verschrieb sich Werner Wei├č der landsmAnonceWeiss1989annschaftlichen Arbeit. Er betreut seit vielen Jahren die Elchniederunger aus Berlin und der DDR, .er ist stellvertretender Kreisvertreter und Mitbegr├╝nder der Landesgruppe Berlin der Landsmannschaft Ostpreu├čen. Seitdem er am 1.4.1976 als Amtsrat in den wohlverdienten Ruhestand trat, widmet er sich noch intensiver der Arbeit f├╝r unsere Heimat.
Es sollte hier nicht unerw├Ąhnt bleiben, dass seine liebe Ehefrau Hildegard, mit der er nunmehr 32 Jahre verheiratet ist, f├╝r all' seine Liebe zur Heimat und die damit verbundene Arbeit das gr├Â├čte Verst├Ąndnis aufbringt und mit ihm gemeinsam drei 'Spr├Âsslinge' zu 'Sprossen' hat heranwachsen lassen. Mit diesen guten W├╝nschen verbindet sich Dank f├╝r alles Getane und die Hoffnung auf noch weitere Mitarbeit

Heimatbrief Nr. 2 1983

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Werner Wei├č aus Heinrichswalde, Friedrichstr
a├če 72, Kreis├Ąltester der Kreisgemeinschaft Elchniederung * 03.11.1913 in Heinrichswalde + 19.10.1989 in Berlin
Ehefrau: Hildegard Wei├č geb. Schories  B
e r l i n 62  Heimatbrief 13 1989

Der 2. Kreisvertreter unserer Kreisgemeinschaft Elchniederung war von 1950 bis 1953 Paul Noetzel aus Langenberg.
Er wurde am 05.05.1905 in Langenberg (bei Neukirch) geboren und starb in 2410 M├Âlln am 17.04.1990

Der 3. Kreisvertreter unserer Kreisgemeinschaft Elchniederung war von 1953 bis 1961 Johannes Klaus aus Heinrichswalde.
Johannes Klaus  1928Einen zusammenfassenden Bericht ├╝ber sein wirken zum Wohle unserer Kreisgemeinsaft wurde in den Heimatbriefen nicht ver├Âffentlicht. Das ist sicherlich dem geschuldet, dass der 1. Heimatbrief erst 1983 herausgegeben wurde. Die nachfolgenden Ver├Âffentlichungen verdeutlichen, dass seine Leistung von Bedeutung f├╝r die Kreisgemeinschaft war!

1.)  Im April 1946 gr├╝ndete er (Horst Frischmuth) mit einigen Landsleuten in Hannover die erste landsmannschaftliche Gruppe der Ostpreu├čen im Bundesgebiet. Aber auch f├╝r seine Landsleute aus der Elchniederung setzte er sich ein und organisierte Treffen mit dem Landsmann N├Âtzel aus Kuckerneese (Kaukehmen) und dem sp├Ąteren Kreisvertreter Johannes Klaus aus Heinrichswalde. Mit ihm war er ma├čgebend beteiligt an den Verhandlungen zur Begr├╝ndung der Patenschaft mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim am 28.8.1955. Als nach dem Tode des Kreisvertreters Klaus am 6.7.1966 der "Bullenk├Ânig" Otto Buskies aus Herdenau (Kallningken) Kreisvertreter wurde, wurde Horst Frischmuth zu seinem Stellvertreter gew├Ąhlt und nach dem Tode des Otto Buskies am 29.1.1970 zum Kreisvertreter.
Aus Heimatbrief Nr. 6 Seite 179
2.) Ein wunderbarer Mensch von Hede Schumann geb. Schukat aus Heinrichswalde (heute Einbeck)
Denke ich an Heinrichswalde, so denke ich an einen wunderbaren Menschen. Als ganz junge Frau kam ich nach Heinrichswalde, es war im Jahr 1934. Von Hause aus sehr bescheiden erzogen, hatte ich Bedenken, ob ich mich in der sch├Ânen gr├╝nen Gartenstadt einleben w├╝rde. Heinrichswalde war durch die vielen ├ämter und Gericht ein Beamtenort. Da begegnete mir ein wunderbarer Mensch, ich die ach so junge Frau wurde von einem Herren mittleren Alters herzlich gegr├╝├čt. Da ich aber eine Verwechslung voraussetzte, habe ich dem Herren eines Tages gesagt, dass ich ihn nicht kenne und der Gru├č bestimmt einer anderen geh├Ârte. Da verneigte sich der Herr noch mal vor mir und sagte sehr, sehr freundlich, dass sein Gr├╝├čen wirklich mir geh├Ârt, denn er gr├╝├čt so gerne den Mensch und nicht das Ansehen einer Person. Ich werde diesen wunderbaren Menschen nie vergessen.
Es war Hamburger-Ostpreu├čentreffen an der Elbe, da begegnete mir dieser Herr wieder. Nach alle den traurig schweren Jahren hatte dieser gute Mensch die Liebe und Achtung zu seinen Mitb├╝rgern nicht verloren. Dieser wunderbare Mensch war Herr Klaus aus Heinrichswalde, Friedrichstra├če. Vater von der noch jetzt bestehenden Klaus-Familie. Wer solch einen Vater hatte, wird von unserem Herrgott gesegnet durchs Leben gehen. Nun bin ich eine alte Frau und denke voll Dankbarkeit an diesen guten Menschen.

Heimatbrief Nr. 17 September 1992
3.)  Auch f├╝r das Standardwerk des Kreises ÔÇ×Der Kreis Elchniederung Band1“konnte Johannes Klaus einen Beitrag leisten. Siehe: ÔÇ×Die Verwaltung des Kreises Elchniederungnach Berichten von Johannes Klaus, Willy Kr├Âhnke, Fritz Komassa Seite 109“
4.)  In den Jahren 1953 - 1961 war Johannes Klaus Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Elchniederung. In dieser Zeit wurden die Grundlagen f├╝r die Patenschaft mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim geschaffen. Der Patenschaftsvertrag wurde 1955 in Nordhorn abgeschlossen. In der- Folgezeit haben sich Anforderungen und Aufgaben der Kreisgemeinschaft Elchniederung den Strukturver├Ąnderungen angepasst. Den Frauen und M├Ąnnern der Nachkriegszeit, die in ehrenamtlicher T├Ątigkeit und selbstloser Weise die Elchniederunger zusammengef├╝hrt, unterst├╝tzt und die Kreisgemeinschaft entwickelt haben sprechen wir als Nachfolger Anerkennung und heimatverbundenen Dank aus.
Heimatbrief Nr. 30 Dezember 1999 Hans-DieterSudau
5.) 
Auszug aus dem Gru├čwort vom Ersten Kreisrat Hans-Werner Schwarz zum 50j├Ąhrigen Bestehen der Partnerschaft zwischen dem Landkreis Grafschaft Bentheim und der Kreisgemeinschaft Elchniederung am 14. September 2005
Sehr geehrte Damen und Herren,

... Ich habe in den vergangenen Tagen in den allen Akten zur Partnerschaft zwischen der Kreisgemeinschaft Elchniederung und dem Landkreis Grafschaft Bentheim gebl├Ąttert. Darin findet sich der Schriftwechsel zwischen Johannes Klaus, seines Zeichens Vertreter der Landsmannschaft Ostpreu├čen e.V., Heimatkreis Elchniederung, und dem damaligen Oberkreisdirektor Dr. Mawick aus den Jahren 1954/55.Ein Dokument war es, das mich besonders fesselte. Es handelte sich dabei um die Rede des genannten Johannes Klaus zur ├ťbergabe der Partnerschaftsurkunde am 28. August 1955 in Bad Bentheim. Klaus hatte den Vorsto├č der sowjetischen Truppenverb├Ąnde auf Hernrichswalde im Januar 1945 erlebt und schilderte die anschlie├čende Flucht der Menschen aus Ostpreu├čen. In beklemmenden Bildern beschrieb Klaus die Ereignisse jener Tage und Wochen, die von K├Ąlte, Hunger, Verzweiflung und Tod gekennzeichnet waren. Aber Klaus schilderte auch die N├Âte der Fl├╝chtlinge und Vertriebenen in ihrer neuen Heimat, die vielen so nicht bewusst waren. ich m├Âchte eine kurze Passage zitieren: ÔÇ×Riesengro├č stand die Sorge um Wohnraum, Kleidung, Lebensmittel und Arbeitsm├Âglichkeiten vor uns. Wie viel Tr├Ąnen haben unsere M├╝tter geweint, denn womit sollten sie ihre Kinder s├Ąttigen und kleiden?! Die M├Ąnner, aus gesicherten Verh├Ąltnissen gerissen, standen machtlos vor der Not ihrer Familien. Wie schwer ist vielen der Gang zum Arbeitsamt geworden. Stempeln, ein hartes Wort f├╝r viele und dazu die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat! Die sp├Ąteren Jahre haben vieles gemildert, aber die Sehnsucht nach der lieben Heimat ist geblieben." Fast 2.000 Fl├╝chtlinge und Vertriebene aus dem ehemaligen Kreis Elchniederung nahmen an dem Festakt im August 1955 teil und lauschten dieser Rede von Johannes Klaus, die ihnen sicherlich allen aus dem Herzen sprach. Der Landkreis Grafschaft Bentheim hat nach 1945 im Vergleich mit anderen Landkreisen ├╝berproportional viele Menschen aus dem ehemaligen deutschen Seitenanfang - topOsten aufgenommen und versucht, ihnen eine neue Heimat zu geben - soweit dieses ├╝berhaupt m├Âglich ist. ff
Heimatbreif Nr. 42 2005

Der 4. Kreisvertreter war von 1961 - 1970  Otto Buskies aus Herdenau.
1.) Nachruf ver├Âffentlicht am 7. Februar 1970 “Das Ostpreu├čenblatt”
Teil 1:
Kreisvertreter Otto Buskies
    
Am 29. Januar 1970 verstarb nach langer, schwerer Krankheit unser Kreisvertreter der Heimatkreisgemeinschaft Elchniederung in der Landsmannschaft Ostpreu├čen e.V., Otto Buskies, 3 Hannover, Werderstra├če 5.
     Otto Buskies wurde am 22. September 1899 in Kallningken (Herdenau) geboren. Nach dem Abitur in Tilsit und Studium f├╝r Landwirtschaft in K├Ânigsberg war er im elterlichen Betrieb in Herdenau t├Ątig. Nachdem er diesen betrieb ├╝bernommen hatte, wurde Otto Buskies weit ├╝ber die Grenzen des Kreises Elchniederung und Ostpreu├čens hinaus durch seine Bullenzucht bekannt. Man nannte ihn den “Bullenk├Ânig”. 1944 wurde er zum Volkssturm einberufen. Nach Kriegsende ging er zun├Ąchst nach Bad Wildungen und kam dann nach Hannover. Nachdem er mehrere Jahre lang Kreistagsvorsitzender der Kreisgemeinschaft Elchniederung war, wurde er am 21. August 1961 zum Kreisvertreter gew├Ąhlt.
    Im Namen der Kreisgemeinschaft danke ich diesem liebensw├╝rdigen, aufrichtigen Kameraden f├╝r seine Liebe und Treue und f├╝r seinen beispielhaften Einsatz f├╝r unsere Heimat. Er war seinen Landsleuten in gro├čen und kleinen Sorgen stets hilfsbereit.
Wir werden sein Andenken in Ehren halten.
     Wer gewirkt wie Du im Leben,
     wer so erf├╝llte seine Pflicht
     und stets sein Bestes hergegeben,
     der stirbt auch selbst im Tode nicht.
Horst Frischmut, Stellvertretender Kreisvertreter - Hannover
Teil 2: Otto Buskies   Kreisvertreter des Kreises Elchniederung
     Nach langer Krankheit verstarb am 29. Januar der Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Elchniederung, Otto Buskies, im 71. Lebensjahr. Seit 1961 stand er an der Spitze seiner Kreisgemeinschaft. Otto Buskies kam am 22. September 1899 als Sohn eines Landwirts in Kallningken (sp├Ąter Herdenau) zur Welt. Er besuchte das K├Ânigliche Gymnasium in Tilsit, r├╝ckte 1917 zum Feldartillerieregiment 52 in K├Ânigsberg ein und studierte nachdem Landwirtschaft an der Albertus-Universit├Ąt.
     Nach T├Ątigkeit in verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben ├╝bernahm er 1927 f├╝r den mit Ehren├Ąmtern ├╝berlasteten Vater die Leitung des elterlichen Betriebes, den er modernisierte und mechanisierte. Gro├če Erfolge Hatte Otto Buskies in der Tierzucht zu verzeichnen, seine Bullen waren weit ├╝ber die Grenzen der Provinz hinaus bekannt. Er wirkte auch als K├Ârungskommissar f├╝r die Ostpreu├čische Herdbuchgesellschaft, als Bodensch├Ątzer, Erntevorsch├Ątzer f├╝r das Statistische Reichsamt, als Hofberater, Deichsachverst├Ąndiger und in anderen Funktionen. Kurz vor dem Krieg richtete er in seinem Betrieb auch ein S├Ągewerk ein, das er in eigener Regie betrieb.
     Im Jahre 1937 war Otto Buskies zum Reseveoffizier bei der III. Abteilung des Artillerieregiment I in Tilsit ernannt worden, weil kurz zuvor zum Amtsvorsteher der zw├Âlf gemeinden umfassenden Amtsbezirks Karkeln mit Sitz in Herdenau ernannt worden war. Erst im Oktober 1944 wurde er Soldat, geriet bei Kriegsende in Gefangenschaft und wurde sp├Ąter nach Bad waldungen entlassen. Wenn ihm auch ein altes Leiden sehr zu schaffen machte, arbeitete er in einer M├╝hle und dann als Vertreter. Im August 1961 w├Ąhlten ihn seine Landsleute aus der Elchniederung zum Kreisvertreter.

2.) Als nach dem Tode des Kreisvertreters Johannes Klaus am 6.7.1966 der "Bullenk├Ânig" Otto Buskies aus Herdenau (Kallningken) Kreisvertreter wurde, wurde Horst Frischmuth zu seinem Stellvertreter gew├Ąhlt und nach dem Tode des Otto Buskies am 29.01.1970 zum Kreisvertreter.
Aus Heimatbrief  Nr. 6 1985
3.) Titel: Der schmunzelnde Ostpreu├če
Otto Buskies -" Bullenk├Ânig" aus Herdenau (Kallningken) lud zu einem Empfang w├Ąhrend der Bullenauktion ein und f├╝gte folgendes Programm bei:
                          10.00 Uhr Eintreffen der Zuchtbullen
                          11.00 Uhr Eintreffen der Ehreng├Ąste
                          12.00 Uhr gemeinsames Mittagessen
Aus Heimatbrief Nr. 9 1987
4.) Aus dem Haus des Schneiders Margies qualmt schwarz der Schornstein, denn es ist Mittagszeit. Das offene Fenster zeigt, dass man zu Hause ist. Die vorhin erw├Ąhnte schwarze Katze hat sich in hohem Gras versteckt und blinzelt mit ihren bernsteinfarbenen Augen zur Stra├če hin├╝ber. Ein seltsames Ger├Ąusch beunruhigt sie . Doch schon ist alles gekl├Ąrt; schnittig prescht Otto Buskies mit seinem Motorrad, Marke "Z├╝ndapp", in das Dorf hinein. Dieses Motorrad muss man gesehen und erlebt haben. Es stammt wahrscheinlich noch aus der letzten Kaiserzeit, aber Otto versichert glaubw├╝rdig, dass man mit dieser "Z├╝ndapp" die schmalsten Feldwege und Stege befahren k├Ânne, und mit ihr k├Ânne er die ausgiebige Feldarbeit am besten beaufsichtigen. Er meint und gibt zu, dass dieses Rad beim Starten eine kleine Schwierigkeit zu ├╝berwinden h├Ątte; denn man m├╝sse dabei anschieben, einige Schritte daneben herlaufen und gleichzeitig den Daumen in den Vergaser stecken. Mit unnachahmlicher Geschicklichkeit beherrschte Otto diesen "Kunstgriff", und schon "tuckert" er zum Dorfe hinaus. Ansonsten f├Ąhrt Otto selbstverst├Ąndlich einen sechssitzigen Wagen der Marke "Protos".
Aus Heimatbrief Nr. 12 1989
5.) Im Standardwerk ÔÇ×Der Kreis Elchniederung Band I“ berichtet Otto Buskies im Kapitel ÔÇ×Wirtschaft und Verkehr in der Elchniederung“ Seitenanfang - top├╝ber  ÔÇ×Landwirtschaft und Viehzucht in der Elchniederung“ Seite 132
Siehe auch Heimatbrief Nr. 20 Seite 107

Der 5. Kreisvertreter von 1970 – 1993 war Horst Frischmuth aus Rokitten.
Horst Frischmuth
Horst Frischmuth wurde am Donnerstag, 02. Dezember 1920, um 8.30 Uhr als Sohn des Landwirts Leo Frischmuth und seiner Ehefrau Margarete geb. Reimer auf deren Gut Rokaiten (Rokitten, russ. Kamskoe - đÜđ░đ╝Đüđ║đżđÁ – der Ort existiert nicht mehr) bei Neukirch geboren. Eingebettet in eine intakte Familie wuchs er mit seiner um 6 Jahre j├╝ngeren Schwester Hannalore, genannt "Mausi", in l├Ąndlicher Freiheit und engem Kontakt zu den Tieren des elterlichen Hofes auf. Die W├Ąrme seines Elternhauses, die Erziehung zu preu├čischer Korrektheit und Verpflichtung den Mitarbeitern seiner Eltern gegen├╝ber und die Liebe zu seiner Heimat - der Elchniederung - waren richtungsweisend f├╝r sein sp├Ąteres Leben. Nach dem Abitur im M├Ąrz 1939 am Staatlichen Reform-Real-Gymnasium in Tilsit, leistete er seine Arbeitsdienstpflicht bei der Abteilung 1/41 in Kloken bei Kuckerneese (Kaukehmen) ab. Im Krieg wurde ihm nach einer schweren Verwundung der rechte Unterschenkel amputiert. Auf dem Seeweg gelangte er zum Kriegsende nach D├Ąnemark. Dort wurde er als Dolmetscher bei Kapitulationsverhandlungen in Nordj├╝tland eingesetzt. Schlie├člich wurde ihm die Betreuung der Fl├╝chtlingsl├Ąger in Nordj├╝tland ├╝bertragen. Durch seine korrekte, harte Art gegen├╝ber den d├Ąnischen Bewachern konnte er den nahezu 2.000 ostpreu├čischen Frauen, Kindern und alten M├Ąnnern das Schicksal in den Lagern erleichtern. Im Anschluss an die Organisation der Fl├╝chtlingsl├Ąger wurde Horst Frischmuth Chef der Operationsabteilung des Sprengkommandos D├Ąnemark, das die deutschen Munitionsbest├Ąnde sprengen und die Minenfelder aufnehmen musste. Nach seiner Entlassung als Major aus Englischer Kriegsgefangenschaft, am 05.02.1946 in Flensburg, konnte er voller Gl├╝ck seine Eltern und Schwester in Tolk bei Schleswig in die Arme nehmen.
Er baute sich nach einer kaufm├Ąnnischen Ausbildung und einigen Semestern Jura und Volkswirtschaft – mit Ausdauer und ungebrochenem Lebensmut in Hannover eine neue Existenz auf. Dieser Stadt ist der ├Ąu├čerst bewegliche und im Grunde konservative Preu├če bis heute treu geblieben. Seine Liebe zur Heimat, die innere Verpflichtung gegen├╝ber seinen Landsleuten sowie die oftmals unersch├╝tterliche Liebe zu den Menschen, bestimmten weiterhin sein Leben.
Im April 1946 gr├╝ndete Horst Frischrnuth mit einigen Landsleuten in Hannover die erste ├Ârtliche Gruppe der Landsmannschaft Ostpreu├čen in der Bundesrepublik Deutschland. Er war auch Mitbegr├╝nder der Landsmannschaft Ostpreu├čen 1948 sowie Organisator des ersten Ostpreu├čentreffens in der Bunderepublik, zu dem 1949 mehr als 100.000 Ostpreu├čen nach Hannover gekommen waren.
F├╝r seine Landsleute aus der Elchniederung organisierte er u.a. Treffen mit Paul N├Âtzel, B├Ąckermeister aus Kuckerneese (Kaukehmen) und Johannes Klaus, dem letzten Kreisb├╝rodirektor des Landratsamtes in Heinrichswalde und sp├Ąteren 1. Kreisvertreter. Mitletzterem war er ma├čgeblich an den Verhandlungen zur Begr├╝ndung der Patenschaft mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim am 28.08.1955 beteiligt. Als nach dem Tode des Kreisvertreters Johannes Klaus am 06.07.1966, der "Bullenk├Ânig" Otto Buskies aus Herdenau (Kallningken) Kreisvertreter wurde, wurde Horst Frischmuth zu seinem Stellvertreter gew├Ąhlt und nach dem Tode des Otto Buskies, am 29.01.1970, zum Kreisvertreter.
Aufgrund seiner Erfahrungen wurde er in verschiedene Gesellschaften, internationale Organisationen sowie ├Âffentliche ├ämter berufen worden. Ausgezeichnet wurde er mit Ehrenzeichen der Landsmannschaft Ostpreu├čen, der Goldenen Ehrennadel der Landsmannschaft Ostpreu├čen – Landesgruppe Niedersachsen, diverser Auszeichnungen in - und ausl├Ąndischer Verb├Ąnde und Organisationen. F├╝r seinen nimmerm├╝den Einsatz f├╝r seine Landsleute und sein Vaterland  wurde er am 24.04.1980 voDer Hof Frischmuth in Rokittenm Bundespr├Ąsidenten den "Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande" ausgezeichnet. Wegen Krankheit legte er 1982 einige Ehren├Ąmter nieder und widmete sich nur der Elchniederung. Die Herausgabe der Heimatbriefe und die Kirchspieltreffen in Steinhude kommen aufgrund seines Einsatzes zustande. Am 02.12.1985 heiratet er wieder.
Mit der Schaffung der Totengedenkst├Ątte, die am 26..04.1991 in der Kirche in Steinhude eingeweiht wird, geht sein Herzenswunsch und sein ganz gro├čes Anliegen an die Nachkommen unserer Landsleute in Erf├╝llung.
Ausz├╝ge vom Heimatbrief Nr. 14 1990
Leider musste Horst Frischmuth, der sein Amt 1993 aufgrund von Unstimmigkeiten niederlegte, aus der Kreisgemeinschaft Elchniederung 1995 ausgeschlossen werden.
Siehe Heimatbrief Nr. 22 1995

Der 6. Kreisvertreter  von 1993 bis 2004 war Hans-Dieter Sudau aus Lindental.
Hans-Dieter Sudau - ehemaliger KreisvertererHans-Dieter Sudau wurde am 19. 04.1929 in Lindental Kirchspiel Heinrichswalde geboren. Lindental hie├č vor 1938 Sandflu├č - heute russ. 
Prigorodnoe - đčĐÇđŞđ│đżĐÇđżđ┤đŻđżđÁ; der Ort existiert noch.
Er ist Dipl.-Ingenieur im Fachbereich Wasserwirtschaft und Kulturtechnik. Gemeinsam mit Gabriele Bastemeyer hat er ma├čgeblich an dem Buch ÔÇ×Der Kreis Elchniederung gestern und heute“ mitgewirkt.
Beim Deutschlandtreffen 2008 in Berlin wurde er mit der silbernen Ehrennadel der Landsmannschaft Ostpreu├čen ausgezeichnet. Der amtierende Kreisvertreter Manfred Romeike dankte ihm mit folgenden Worten: “Als sich die Kreisgemeinschaft Elchniederung im Jahr 1993 in einer kritischen Phase befand, hat sich Hans-Dieter Sudau mit viel Elan und Verantwortungsbewusstsein als Kreisvertreter und Vorstandsvorsitzender zur Verf├╝gung gestellt. Durch sein vielf├Ąltiges Engagement konnte er wieder das Interesse und Vertrauen unserer Landsleute erwecken, so dass die Arbeit der Kreisgemeinschaft trotz der altersbedingten Entwicklung ihrer Mitglieder wieder auf einem soliden Fundament stand. Hans-Dieter Sudau verbesserte die Kontakte zu den anderen Heimatkreisgemeinschaften und zu unserem Patenkreis Grafschaft Bentheim. Er hatte stets ein offenes Ohr f├╝r die Belange unserer Kirchspielvertreter und Landsleute. Nach Ablauf der zweiten Wahlperiode wurde er im Jahr 2003 von dem k├╝rzlich verstorbenen Reinhold Taudien als Kreisvertreter abgel├Âst. Als Zeichen unseres Dankes f├╝r seinen zehnj├Ąhrigen unerm├╝dlichen Einsatz ├╝berreichen wir Hans-Dieter Sudau hiermit die silberne Ehrennadel der Landsmannschaft Ostpreu├čen. Wir w├╝nschen ihm weiterhin alles Gute und pers├Ânliches Wohlergehen.“

Auszug aus der Dankesrede der Vorsitzenden der Delegiertenversammlung der Kreisgemeinschaft Elchniederung 2004, Anneliese Schalk, anl├Ąsslich des Ausscheiden des bisherigen Kreisvertreters Hans-Dieter Sudau:
Lieber Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Elchniederung Hans-Dieter Sudau, lieber Dieter! Wir haben mit Bedauern zur Kenntnis nehmen m├╝ssen, dass Du f├╝r eine erneute Wiederwahl nicht zur Verf├╝gung stehst. Als sich unsere Kreisgemeinschaft Elchniederung im Jahre 1993 in einer schweren Phase befand, hast Du das Ruder in die Hand genommen und wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Heimatgemeinschaft bald wieder voll funktionsf├Ąhig wurde. Dazu muss ich folgendes sagen: Zu diesem Zeitpunkt war ich noch au├čen vor - ich wurde am 7. Oktober 1996 zur Kirchspielvertreterin gew├Ąhlt und widmete mich seit dieser Zeit der Heimatarbeit - und so h├Ârte ich erst dann, welch gro├če Schwierigkeiten es bei der Neugr├╝ndung gab. Die heute hier Anwesenden werden es kaum wissen und sollen es h├Âren: u.a. eine ├ťbernahme bei leerer Kasse! Mit gro├čem Einsatz ging es Gott sei Dank wieder aufw├Ąrts. Unsere Landsleute fassten zum neuen Vorstand wieder Vertrauen und dank ihrer Spenden und ihrer Unterst├╝tzung stand und steht unsere Heimatkreisgemeinschaft wieder auf einer soliden GrundlageLindental-Schule im Winter 1936.
Lieber Dieter, Du hast Dich in den 10 Jahren als Kreisvertreter und Vorstandsvorsitzender voll Deinen Aufgeben gestellt. Du nahmst neben der Leitung der Sitzungen der KG Elchniederung auch an den Sitzungen der Landesvertretung teil, pflegtest Kontakte mit unserem Patenkreis Grafschaft Bentheim, mit anderen Heimatkreisgemeinschaften und nicht zuletzt nat├╝rlich auch mit den Kirchspielvertretern unseres Heimatkreises. Die Aufz├Ąhlung Deiner vielf├Ąltigen Aufgaben k├Ânnte man noch fortsetzen.
Lieber Dieter, all diese Aufgaben wahrzunehmen, war bestimmt nicht immer einfach. Du konntest aber auch Kritik ertragen und warst dennoch immer bem├╝ht, am Ende zu sachdienlichen L├Âsungen zu gelangen; denn Dein Engagement, Deine Beharrlichkeit und vor allem Deine Ehrlichkeit und Seriosit├Ąt Deiner Arbeit ├╝berzeugten auch die letzten Zweifler. Ich danke Dir f├╝r Deine erfolgreichen vielf├Ąltigen Aktivit├Ąten und w├╝nsche Dir, auch im Namen der Kreisgemeinschaft, alle Gute.
Aus Heimatbrief Nr. 39  2004

Als Zeichen unseres Dankes f├╝r seinen zehnj├Ąhrigen unerm├╝dlichen Einsatz wurde ihm 2010 die silberne Ehrennadel der Landsmannschaft Ostpreu├čen  ├╝berreicht. Wir w├╝nschen ihm weiterhin alles Gute und pers├Ânliches Wohlergehen!
Manfred Romeike

Der 7. Kreisvertreter Reinhold Taudien wirkte in dieser Funktion von 2004 bis 2005.
Dank unserem aktiven Elchniederunger Reinhold Taudien f├╝r seine ehrenamtliche T├Ątigkeit

Reinhold Taudien zu Beginn seiner ehrenamtlichen T├ĄtigkeitDas Engagement f├╝r die Elchniederung ist f├╝r Reinhold Taudien in den letzten 11/2 Jahrzehnten eine Selbstverst├Ąndlichkeit geworden. Aber es kommt der Zeitpunkt, wo es altersm├Ą├čig nicht mehr so geht.
Reinhold Taudien wurde 1929 in Adelau im Kirchspiel Neukirch in der Elchniederung geboren. Seine Eltern bewirtschafteten dort einen stattlichen Bauernhof. In diesem Umfeld ist er in der Elchniederung aufgewachsen. Die Volksschule und dann die Mittelschule besuchte er in Neukirch. Im Herbst 1944 musste auch die Familie Taudien infolge der Kriegseinwirkungen Haus und Hof verlassen und sich mit Pferd und Wagen im Fl├╝chtlingstreck nach Westen bewegen. Dieser Fluchtweg f├╝hrte durch Westpreu├čen, Pommern mit Zwischenaufenthalt und Mecklenburg bis in den Kreis Diepholz in Niedersachsen. Hier im Westen erfolgte noch der Schulabschluss und danach eine Praktikantenzeit f├╝r eine qualifizierte Ausbildung. An der Fachhochschule Suderburg absolvierte Reinhold Taudien sein Ingenieurstudium im Fachbereich Wasserwirtschaft und Kulturtechnik. Im Kreisbauamt Diepholz hat er dann die seiner Neigung entsprechende berufliche T├Ątigkeit gefunden. Hier wurde er auch am Ende seiner Berufslaufbahn 1994 als Baudirektor pensioniert.
In der Zwischenzeit hatte Reinhold Taudien seine liebe Frau Ilse geheiratet und mit ihr zwei nette Kinder aufgezogen. Gegen Ende seiner aktiven Berufst├Ątigkeit hat sich Reinhold Taudien der Landsmannschaft Ostpreu├čen zugewandt und in der Kreisgemeinschaft Elchniederung mitgewirkt. Hier wurde er zum Kirchspielvertreter von Neukirch gew├Ąhlt und auch zum Vorsitzenden des Kreistages (Delegiertenversammlung) berufen. Die Kreisgemeinschaft Elchniederung befand sich 1993 in einer schwierigen finanziellen und personellen Phase. Der damalige Kreisvertreter trat zur├╝ck und ein neuer kommissarischer Kreisvertreter wurde berufen. Um die F├╝hrung der Kreisgemeinschaft arbeitsf├Ąhig zu gestalten, erkl├Ąrte sich Reinhold Taudien bereit, die kommissarische Gesch├Ąfts- und Kassenf├╝hrung zu ├╝bernehmen; das bedeutete Aufgabe der Funktionen Kirchspielvertretung und Vorsitz des Kreistages. Die Schriftleitung des Heimatbriefes ├╝bernahm damals der Kirchspielvertreter von Inse.
Die berufliche T├Ątigkeit von Reinhold Taudien im Kommunaldienst und seine Pers├Ânlichkeit waren gute Voraussetzungen f├╝r die Arbeit in der Kreisgemeinschaft Elchniederung. Dieses wurde noch verst├Ąrkt durch die pers├Ânliche Verbindung zum kommissarischen Kreisvertreter, die aus den gemeinsamen Studienzeiten herr├╝hrt. Die so gebildete Vorstandsriege, bestehend aus den drei vorgenannten Funktionstr├Ągern, hat den Neubeginn der Kreisgemeinschaft Elchniederung mit Erfolg vorangebracht. Bei dieser schwierigen und umfangreichen Aufgabe hat der engagierte Elchniederunger Reinhold Taudien mit seinem Sachverstand, seinem unerm├╝dlichen Einsatz und seiner preu├čischen Einstellung zu den Finanzen - nicht mehr Geld auszugeben als man einnimmt - sowie der treuh├Ąndlerischen Verwaltung einen gro├čen Teil zum Gelingen des Sanierungsvorhabens der Kreisgemeinschaft Elchniederung beigetragen. Nachdem der Verein der Kreisgemeinschaft Elchniederung eine neue Satzung erhalten hatte, wurden der Kreisvertreter mit Vorstand und Beirat von den Kirchspielvertretern (Delegierten) gew├Ąhlt. Hier hat nun Reinhold Taudien ab Reinhold Taudien, so wie wir ihn kannten1996 die Funktionen des 1. stellv. Kreisvertreters, des Gesch├Ąftsf├╝hrers, des Rechnungsf├╝hrers und sp├Ąter noch die Schriftleitung f├╝r den Heimatbrief ├╝bernommen.
Im Jahr 2004 ├╝bernahm Reinhold Taudien - f├╝r eine begrenzte Zeit- die Funktion des Kreisvertreters bis unser jetziger Kreisvertreter Manfred Romeike im Jahr 2005 in das Amt eingef├╝hrt wurde. Die Schriftleitung des Heimatbriefes konnte er unserem seit Jahren bew├Ąhrten Redakteur Udo Ernst ├╝bertragen. Auch konnte er zum Jahresende 2006 die Gesch├Ąftsf├╝hrung an unseren ostpreu├čischen Landsmann Hartmut Dawideit abgeben. Durch diese Funktionsabgaben hat er eine gro├če Entlastung erfahren. Die Rechnungsf├╝hrung bleibt weiterhin in seinen H├Ąnden.
Die Kreisgemeinschaft Elchniederung bedankt sich bei Reinhold Taudien f├╝r seinen jahrelangen unerm├╝dlichen Einsatz. Auch ein herzliches Dankesch├Ân an seine Frau Ilse, die ihn sehr unterst├╝tzt hat. Aber jetzt freuen sich beide, dass sie mehr Zeit f├╝r sich haben.
Die Elchniederunger w├╝nschen Ihnen daf├╝r noch viele gl├╝ckliche Jahre.
Gez. Hans-Dieter Sudau und Manfred Romeike                 Heimatbrief Nr. 45

Nachruf
Ich habe die traurige Pflicht, lhnen den Tod unseres fr├╝heren Kirchspielvertreters, Vorsitzenden der Delegiertenversammlung, Gesch├Ąftsf├╝hrers, Rechnungsf├╝hrers und Kreisvertreters, Reinhold Taudien, mitzuteilen. Er starb am 29. M├Ąrz 2008 an den Folgen eines schweren Schlaganfalls. Sein Tod kam. nicht nur f├╝r seine Familie, auch f├╝r uns alle, ├╝berraschend und traf uns v├Âllig unvorbereitet. Reinhold Taudien war einer der profiliertesten und engagiertesten F├╝hrungspers├Ânlichkeiten in unserer Kreisgemeinschaft. Er war stets bereit Verantwortung auch in schwierigen Zeiten und angespannten Situationen zu ├╝bernehmen. Seinem unerm├╝dlichen Einsatz, gepaart mit finanziellem Sachverstand. ist es zu verdanken, dass sich unsere Kreisgemeinschaft nach der krisengesch├╝ttelten Phase von 1993 wieder stabilisieren konnte. Oberstes Ziel war zu diesem Zeitpunkt der Fortbestand der Kreisgemeinschaft zu sichern. Dieses war ganz wesentlich sein Verdienst. Seine Arbeit war neben seiner gro├čen Liebe zu Ostpreu├čen auch stets von einem hohen Ma├č an Pflichtbewusstsein gepr├Ągt. Durch seine ausgleichende Art gelang es ihm immer wieder. auch gegens├Ątzliche Auffassungen nicht nur zu akzeptieren, sondern diese zielgerichtet in den Dienst der Heimatarbeit zu integrieren. Damit hat sich Reinhold Taudien im Kreis der ehrenamtlichen Mitarbeiter unserer Kreisgemeinschaft ein hohes Ma├č an Anerkennung erworben.Seitenanfang -top
Wir alle sind sehr traurig und sprechen seiner ganzen Familie unser tiefes Mitgef├╝hl aus.

Im Namen des Vorstandes und aller Ehrenamtlichen Manfred Romeike                  Heimatbrief Nr. 47

Der 8. Kreisvertreter  ist seit 2005 Mafred Romeike.

Liebe Landsleute, liebe Leser unseres Heimatbriefes!

Manfred Romeike - KreisvertreterDa der bisherige Kreisvertreter Reinhold Taudien aus pers├Ânlichen Gr├╝nden f├╝r eine Wiederwahl nicht zur Verf├╝gung stand, wurde ich auf der letzten Delegiertenversammlung am 16. September 2005 in Bad Bentheim zu seinem Nachfolger gew├Ąhlt. Ich m├Âchte mich Ihnen hier kurz vorstellen. Mein Name ist Manfred Romeike, ich bin 63 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Ich bin in Wittken bei Herdenau geboren. Die Flucht f├╝hrte mich mit meiner Mutter und drei Geschwistern - der Vater war Soldat - ├╝ber Th├╝ringen ins Rheinland nach Stolberg. Nach einer Schlosserlehre war ich bis 1993 Berufssoldat in verschiedenen Verwendungen.
Nach dem Mauerfall begann mein Interesse f├╝r unsere Familiengeschichte, mehrmals habe ich inzwischen die Elchniederung und mein Heimatdorf besucht. Vor zwei Jahren wurde ich zum Kirchspielvertreter von Herdenau gew├Ąhlt. Meine Hauptaufgabe als Kreisvertreter sehe ich darin, den Fortbestand der Kreisgemeinschaft Elchniederung - trotz r├╝ckl├Ąufiger Mitgliederzahlen - zu sichern. Die Arbeit der einzelnen Kirchspielvertreter, unser Heimatbrief, die Heimatkreisdatei, und nicht zuletzt die regelm├Ą├čigen Heimattreffen sind wichtige Bestandteile dieses Zieles. Auch die Zusammenarbeit mit unseren Nachbar - Kreisgemeinschaften wird an Bedeutung zunehmen. Die Kontaktpflege mit unserem Patenkreis Grafschaft Bentheim schl├Ągt die Br├╝cke zu den heutigen Bewohnern der Elchniederung. Ich freue mich darauf, mit meiner Arbeit einen Beitrag zur Erinnerung an unsere Heimat leisten zu k├Ânnen. F├╝r Anregungen und Vorschl├Ąge stehe ich gerne zur Verf├╝gung.
Mit heimatlichen Gr├╝├čen

Ihr Kreisvertreter Manfred Romeike

Lieber Manfred Romeike,
namens der Delegiertenversammlung der Kreisgemeinschaft Elchniederung m├Âchte ich Ihnen zur einstimmigen Wahl zum Vorstandsvorsitzenden - Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft - recht herzlich gratulieren. Leider konnten wir diesen Gl├╝ckwunsch und die W├╝rdigung des Amtes im Rahmen der Patenschaftsfeier in Bad Bentheim - vorgesehen dazu war der Samstagabend - nicht anbringen, weil Sie bereits abgereist waren und deshalb m├Âchte ich das auf diesem Wege nachholen. Wir freuen uns, dass Sie zur Annahme des Amtes bereit waren und wir w├╝nschen Ihnen f├╝r die notwendig werdenden Vorstandsbeschl├╝sse und f├╝r die Leitung unserer Gemeinschaft eine gl├╝ckliche Hand. Wir versichern Ihnen, dass die Delegierten, soweit sie in die Beschlussfassung einzubeziehen sind, vertretbare Ansinnen unterst├╝tzen werden. Die vor Ihnen liegende Arbeit wird nicht leicht sein, aber einen gestandenen Ostpreu├čen, insbesondere einen Elchniederunger, sollten auftauchende Probleme nicht erschrecken. In heimatlicher Verbundenheit gr├╝├čt Sie
Manfred Grusdt    Vorsitzender der Delegiertenversammlung
Aus Heimatbrief Nr. 42 Weihnachten 2005
 

Kreisvertreter Manfred Romeike

Kreisvertreter Manfred RomeikeDie ehrenamtliche Arbeit f├╝r die Kreisgemeinschaft Elchniederung begann mit der ├ťbernahme der Kirchspielvertretung f├╝r Herdenau und sp├Ąter auch f├╝r Schakendorf. Zuerst wurde ein Ortsplan von Herdenau mit den Einwohnern nach der Liste aus dem Jahr 1939 erstellt. Es folgte ein Bildband Herdenau-Schakendorf mit Unterst├╝tzung des vormaligen Kirchspielvertreters Horst Redetzky aus Nausseden /Kleind├╝nen. Durch Busreisen hat er die Heimat kennengelernt. Nach dem R├╝cktritt von Reinhold Taudien wurde Manfred Romeike am 16. Sept. 2005 in Bad Bentheim zum Kreisvertreter gew├Ąhlt.
Er wurde am 29. Mai 1942 in Wittken, Kirchspiel Herdenau, geboren und lebte dort bis zur Vertreibung im Jahre 1945. Nach dem Einmarsch der Sowjetischen Truppen kam die Mutter mit ihren Kindern - der Vater war Soldat - nur bis Hohenbruch im Kreis Labiau. Sie mussten wieder zur├╝ck bis Kuckerneese und sp├Ąter weiter in den Kreis Tilsit-Ragnit. Dort musste die Mutter in der eingerichteten Kriegs-Sowchose Nr. 134/20 Lindenbruch bei Schillen bis M├Ąrz 1948 arbeiten. Von dort begann die Ausweisung Richtung Westen. Im G├╝terwaggon ging es nach tagelanger Zugfahrt bis Suhl/Th├╝ringen ins Lager.
├ťber eine Schwester der Mutter, die schon in Bad Tennstett war, hatte sie erfahren, dass der Vater mit einem Kameraden aus der Gefangenschaft geflohen und im Westen war. Durch Briefwechsel konnte ein Datum f├╝r die Zusammenf├╝hrung vereinbart werden. Es ging bei Ellrich-Walkenried ├╝ber die Grenze nach Bad Sachsa, von wo der Vater die Familie abholen konnte. Es war eine lange Zugfahrt bis Aachen. Mit dem Bus ging es bis Lammersdorf/Eifel.
Es war der 21. Okt. 1948, der Geburtstag des Vaters Romeike. Im Jahre 1956 siedelte die Familie nach Stolberg/Rheinland um, wo unser jetziger Kreisvertreter die Schule beendete, um anschlie├čend eine Lehre als Betriebsschlosser anzutreten. Nach einem Gesellenjahr begann 1961 der freiwillige Dienst in der Bundeswehr, es wurden 32 Jahre daraus. Nach Unteroffiziers- und Feldwebellehrgang sowie einer Kfz-Ausbildung ging die technische Laufbahn weiter. Fahrlehrer, stellv. Instalthaltungszugf├╝hrer und Zugf├╝hrer waren die Stationen. Ab 1981 begann der Stabsdienst im Heeresamt bis zur Pension 1993.
Heirat - Ehefrau Anneliese - 1966, Sohn *1967, Tochter *1972
Manfred Romeike, Ans.-Feuerbach-Str. 6 in 52146 W├╝rselen Tel./ Fax (02405) 73810
Aus Heimatbrief Nr. 52 Dezember 2010

2016 wurde Manfred Romeike erneut f├╝r vier Jahre als Kreisvertreter gew├Ąhlt! Viel Erfolg!

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