„Von  Heinrichswalde  nach Deschen...“ im Heimatbrief 62, Weinachten 2015, Seiten 65 – 67 und HB Nr. 64 Seite 47 u. 48
von Gudrun Stempel
Nach Veröffentlichung des Berichtes konnte ich mit einigen ehemaligen Einwohnern von Deschen und Lindenthal ins GesprĂ€ch kommen und bedanke mich bei allen, die mir Informationen ĂŒber meinen Geburtsort und die damaligen Einwohner gegeben haben.
Ganz besonders herzlich  danke ich Herrn Heinz Stegat, gebĂŒrtiger Lindenthaler und seiner Frau Annemie. Sie scheuten keine MĂŒhe, um mir zu helfen und fuhren zu Herrn Max Frischmuth, einem ehemaligen Einwohner von Deschen. Herrn Frischmuth danke ich ebenfalls sehr, denn mit seiner Hilfe korrigierten und ergĂ€nzten meine lieben Ostpreußenfreunde Annemie und Heinz meine Unterlagen.
Gewissermaßen als „Nachschrapsel“ zum oben angefĂŒhrten Bericht im Heimatbrief 62 entstanden der nachfolgende Lageplan und die dazugehörige Einwohnerliste.
Einwohnerliste von Deschen (Neu-Descherin) entspr. beigefĂŒgtem   Lageplan


0

Stadie (landw. Gut)

31

Matzke, Karl

1

H.  Klein (Gastwirtschaft, Wohnhaus, Kaufladen, Kohlenhandel)

32

Jankowski, Alfred

2

H. Klein (Badeanstalt mit 6  Umkleidekabinen)

33

Kallweit

3

Stalzer

34

Westphal, Walter

4

Petz (Einfamilienhaus)

35

Westphal, Fritz (vor 1933 BĂŒrgermeister)

4a

Sechsfamilienmiethaus (EigentĂŒmer H. Klein)

36

Morgenroth (Untermieter :Familie Kessler)

5

BrĂŒcks (Miethaus von H. Klein)

37

Westphal, Adolf

6

Szameitat, Bruno

38

Gaedtke

7

Riechert, Egon

39

Naujok

8

Kasper verw. Jankowski

40

 Lagerpusch

9

Wiese, Paul

41

Sakautzky, August

10

Stegat, Paul

42

Schiemann, Otto

11

Redetzky, Richard & Frieda geb. Sommer (bis 1933 Koslowsky, Ernst)

43

Kropat

12

Gaedtke, Hermann & Martha

44

Urpschat

13

Westphal, Hugo

45

 Schlagowski

14

Bajohr, Friedrich August Hermann & Anna Emilie geb. Sakautzky

46

Westphal, Kurt

15

Koslowsky (Eltern von Koslowsky, Ernast)

47

 Kadereit (MĂŒhle)

16

Sakautzky, Gustav

48

 Westphal, Albert

17

Stegat, Ernst & Gertrud geb. Stuhlemmer

49

Kilies

18

Stuhlemmer (geb. Rauter)

50

Riechert

19

Kattenberg, Kurt

51

 Frischmuth, Max &Traute geb. Thiel

20

Reschies

52

 Gottschalk, Karl

21

Kadereit (MĂŒhle GrĂŒnbaum)

53

Ruthert

22

Kröhnke, (Post, Standesamt)

54

Schapels

23

Westphal

55

Schneller

24

Gerhardt, Paul (SchrotthÀndler)

56

Boltz

25

Jankowski, Helene geb. Rauter

57

Nitzsch

26

Koose (Insthaus von H. Klein)

58

Zenthöver (ab  1933 BĂŒrgermeister)

27

Westphal, Emil (Schmied)

59

Stalzer

28

Gronau, Ludwig

 

 

29

Matzke, Egon

 

 

30

Odau, Franz (Gemeindesteuerkassierer)

 

 

 


Diese Angaben entsprechen meinem derzeitigen Wissensstand. FĂŒr weitere ErgĂ€nzungen und Korrekturen wĂ€re ich sehr dankbar.
Gudrun Stempel (Enkelin von Friedrich August Hermann Bajohr)
Brahmsweg 44  06667 Weißenfels  Tel.: 03443 801490 E-Mail  :
volker.stempel@web.de

Hof Bajohr mit Erna Bildarchiv ID64660

Deschen mit Deschener Moor, Forsthaus Reussenhof, Forstkolonie Willkehler Moor; vor 16.07.1938 Neu Descherin
Gehört zum Kirchspiel Heinrichswalde
Am 22.5.1893 Eingliederung der Landgemeinde Kleinpödszen in die Landgemeinde Neu Descherin
Der Siedlungsplatz existiert nicht mehr. Ein russischer Name ist nicht bekannt.
Einwohner: 1905 - 255; 1910 - 230; 1925 - 233; 1933 - 345; 1939 - 310
Zur Geschichte:
Amtsbezirk Argelothen/Argendorf (1874–1945)
Der Amtsbezirk Argelothen (ab 1939: Amtsbezirk Argendorf) bestand zwischen 1874 und 1945. Anfangs gehörten zwölf Orte zu ihm, am Ende waren es nur noch vier Gemeinden: Argendorf, Hohensprindt, Deschen und Argenfelde
Das bis 1938 Argelothen genannte Dorf bestand vor 1945 aus mehreren kleinen und großen Höfen und einer westlich des Ortes gelegenen Försterei des Staatsforsts Schnecken (heute russisch: Maiskoje). Am 26. MĂ€rz 1874 wurde Argelothen Amtsdorf und damit namensgebend fĂŒr einen neu errichteten Amtsbezirk, der – am 18. April 1939 in „Amtsbezirk Argendorf“ umbenannt – bis 1945 zum Kreis Niederung (ab 1938 „Kreis Elchniederung“) im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.
Am 6. Februar 1893 vergrĂ¶ĂŸerte sich Argelothen um die Landgemeinden Alt Descherin und Lengkehlischken (beide heute nicht mehr existent), die eingemeindet wurden.
Im Jahre 1910 waren in Argelothen 217 Einwohner gemeldet. Ihre Zahl betrug 1925 bereits 225, 1933 noch 219 und 1939 220. Am 3. Juni –amtlich bestĂ€tigt am 16. Juli – des Jahres 1938 wurde Argelothen aus ideologisch-politischen GrĂŒnden der Vermeidung fremdlĂ€ndisch klingender Ortsnamen in „Argendorf“ umbenannt.
In Kriegsfolge kam der Ort 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung „Priosjorje“. Ein Jahr spĂ€ter wurde das Dorf in den Rajon Slawsk (Kreis Heinrichswalde) und zugleich in den Gastellowski selski sowjet (Dorfsowjet Gastellowo (Groß Friedrichsdorf)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform ist Priosjorje heute mit seinen derzeit 356 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft im Verbund der Slawskoje gorodskoje posselenije (Stadtgemeinde Slawsk). (Quelle: Wikipedia)

Gehöft Reinhard Kieselbach Bildarchiv ID 419
Lageplan Deschen

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Deschen bis 1938 Neu Descherin

Wappen des Kreises Elchniederung
Die Kirche im Kreisort Heinrichswalde