Die Tafel zum Treffen

Am 28. April 2012 trafen sich auf Einladung der Kreisgemeinschaft Tilsit die “Memelstromer” im DORMERO in Halle an der Saale.
Das
Treffen war gelungen und alle G├Ąste waren zufrieden und gl├╝cklich. Etwas ungelenk fing es an, denn es kamen mindestens 100 G├Ąste mehr als angemeldet. Das machte nat├╝rlich  anf├Ąnglich viele G├Ąste etwas ungehalten. Mit einigen Fotos und dem Bericht von Hartmut Dawideit (Heimatbrief Nr. 56) m├Âchten wir Ihnen einen Einblick in die Veranstaltung geben. 

Die Fahnen der Memelstromer  - Tilsit, Elchniederung und Ragnit
Kreisvertreter Tilsit-Ragnit Dieter Neukamm aus Hohensalzburg
Auszeichnung von Horst Mertineit durch Dieter Neukamm
Unser Kreisvertreter Manfred Romeike mit Gesch├Ąftsf├╝hrer Hartmut Dawideit am Stand der KG "Elchniederung"

Gemeinsames Heimattreffen in Halle/S.Der Autor dieses Berichtes: Hartmut Dawideit
Das gemeinsame Heimattreffen der drei Nachbarkreise Tilsit-Stadt, Elchniederung und Tilsit-Ragnit wurde in diesem Jahr von der Stadtgemeinschaft Tilsit ausgerichtet. Als Austragungsort war Halle/Saale gew├Ąhlt worden. Die Stadt war auf Stra├če und Schiene gut zu erreichen und bot f├╝r die Veranstaltung mit seinem repr├Ąsentativem Kultur- und Kongresszentrum ein ansprechendes Ambiente. Der Zustrom war entsprechend stark. Schon am Tag vorher machte sich das gro├če Interesse bemerkbar. Viele hatten einen weiten Weg auf sich genommen und checkten sich in den verschiedenen Hallenser Hotels ein. Am Freitagabend trafen sich viele gesellige Runden im Schweizer Hof, im Roten Ro├č und im Ankerhof. Schon hier lie├č die Vielzahl der angereisten Heimatfreunde mit einer starken Beteiligung am n├Ąchsten Tag rechnen. Und so kam es dann auch. Am Sonnabend um 9 Uhr war Einlass. Kaum hatten sich die T├╝ren des Kultur- und Kongresszentrum ge├Âffnet, setzte ein enormer Ansturm ein. Er war im wahrsten Sinne des Wortes ├╝berw├Ąltigend. Binnen kurzer Zeit waren alle vorhandenen Pl├Ątze besetzt. Zus├Ątzliche Tische mussten aufgestellt werden. St├╝hle wurden immer gleich im Zehnerpack in den Festsaal hineintransportiert. Die Organisatoren hatten Schwerstarbeit zu leisten. Die Stunde bis zur offiziellen Er├Âffnung verging mit Platzsuche und ersten Begr├╝├čungen. Drei Reiseveranstalter und die Preu├čische Allgemeine Zeitung boten an ihren Tischen Informations-und Werbema terial an. Die drei Kreisgemeinschaften waren mit Info-St├Ąnden vertreten, wo B├╝cher, Landkarten, Stadtpl├Ąne, Bildb├Ąnde, Heimatbriefe, CD und Erinnerungen aus der Heimat offeriert wurden. F├╝r die letzten Ank├Âmmlinge, die kurz vor 10 Uhr eintrafen, reichte der Vorrat nicht mehr. Der Zustrom riss nicht ab. Viele kamen mit den Nahverkehrsz├╝gen aus der n├Ąheren Umgebung. Auch Busse aus Chemnitz und Magdeburg waren angereist. Die Teilnahme ├╝berstieg die k├╝hnsten Erwartungen. Als die Veranstaltung begann, z├Ąhlte man anhand der bereitgestellten St├╝hle 338 Teilnehmer. Dabei sa├čen einige noch auf den Fensterb├Ąnken. Die vorbereiteten und nach Kirchspielen geordneten Tische waren rasch besetzt. Von der Kreisgemeinschaft Elchniederung waren ca. 90 Landsleute gekommen. Um 10 Uhr begr├╝├čte Erwin Feige, Vorstandsmitglied der Stadtgemeinschaft Tilsit, die Anwesenden aus nah und fern und er├Âffnete das Treffen mit dem gemeinsamen Gesang des Ostpreu├čenliedes. Die drei Kreisvertreter Hans Dzieran (Tilsit-Stadt), Manfred Romeike (Elchniederung) und Dieter Neukamm (Tilsit-Ragnit) w├╝rdigten in ihren Ansprachen die starke Beteiligung am Heimattreffen als Beweis f├╝r die Treue zu unserer Heimat und als einen Beitrag gegen das Vergessen. Ein Land, in dem 700 Jahre preu├čisch-deutsche Geschichte geschrieben wurde – so Hans Dzieran – d├╝rfe nicht aus dem Ged├Ąchtnis der Menschen verschwinden. Es gelte, die geschichtliche Vergangenheit und das kulturelle Erbe der ostpreu├čischen Heimat wach zu halten und sie mit Wort und Schrift ins Bewusstsein der ├ľffentlichkeit zu r├╝cken. Hans Dzieran hie├č alle Anwesenden herzlich willkommen und gab seiner Freude Ausdruck, dass 68 Jahre nach der Vertreibung aus Ostpreu├čen weit ├╝ber 300 Landsleute gekommen sind, um der ostpreu├čischen Heimat zu gedenken. In einer Zeit, wo man versucht, die Erinnerung an Ostpreu├čen zu tilgen, d├╝rfen wir das Land der dunklen W├Ąlder nicht in Vergessenheit geraten lassen. Es gelte, die Wahrheit und die Erinnerung an Ostpreu├čen in den K├Âpfen unserer Mitb├╝rger wachzuhalten. Die Teilnahme der G├Ąste am Treffen in Halle bringe zum Ausdruck, wie wir in gemeinschaftlichem Zusammenwirken ├╝ber L├Ąndergrenzen hinweg daf├╝r sorgen, dass Ostpreu├čen im Ged├Ąchtnis der Menschen erhalten bleibt. Verlesen wurde ein Gru├čschreiben von Horst Mertineit, in dem er aufrief, den Zusammenhalt zu bewahren, unserer Heimat zu liebe. Der Ostpreu├čenchor Magdeburg unter der Leitung von Rudi Fieberg umrahmte die Ansprachen mit einem unterhaltsamen Programm an Heimatliedern und Rezitationen. Es waren anr├╝hrende Weisen wie ÔÇ×├ännchen von Tharau“, ÔÇ×Abends treten Elche aus den D├╝nen“ und viele andere. Allerdings war manchmal das Bed├╝rfnis unter den Anwesendennach Austausch von Erinnerungen so gro├č, dass der Gesang manchmal im Stimmengewirr unterzugehen drohte. Nach der Mittagspause wurde das Programm fortgesetzt mit einem Vortrag der Tilsiter Museumsdirektorin Angelika Spiljova. Sie sprach ├╝ber die Entdeckung der historischen Vergangenheit unserer Heimatstadt durch die dort lebenden Russen. Eingehend schilderte sie die Einweihung des Herzog-Albrecht-Gedenksteins, der nunmehr auf dem alten Herzog- Albrecht-Platz in Tilsit steht. Auf dem 20 Tonnen schweren Granitfindling wird in russischer und deutscher Sprache daran erinnert, dass Herzog Albrecht im Jahre 1552 Tilsit die Stadtrechte verlieh. Auch die Wiedereinf├╝hrung des alten Tilsiter Stadtwappens sei inzwischen erfolgt. Der Beschluss der russischen Stadtvertreterversammlung wurde vom Pr├Ąsidenten der Russischen F├Âderation gebilligt und mit der Eintragung in das Staatliche Wappenregister sanktioniert. Damit werde die historische Vergangenheit der Stadt im Bewusstsein der Menschen lebendig. Die Bewahrung des Tilsiter geschichtlichen und kulturellen Erbes m├╝sse nicht nur durch die alten Tilsiter, sondern in zunehmendem Ma├če auch durch die dort lebende russische Bev├Âlkerung verinnerlicht werden. Angelika Spiljova berichtete auch als unmittelbare Augenzeugin ├╝ber den Besuch von Armin Mueller-Stahl vor wenigen Wochen in Tilsit. Sie begleitete ihn zu seinem Geburtshaus in der Lindenstra├če, in den Park Jakobsruh und in die Meerwischer Schule, wo Armin M├╝ller-Stahl die ersten Jahre zur Schule. Den Teilnehmern blieb im Verlaufe des Nachmittags gen├╝gend Zeit zum Plachandern. Es gab interessante Begegnungen und neue Bekanntschaften. Wo Ostpreu├čen zusammenkommen gibt es immer viel zu erz├Ąhlen. Erinnerungen an gl├╝ckliche Kindheitstage am Memelstrom, Erz├Ąhlungen ├╝ber Vertreibungserlebnisse und ├╝ber die Lebenswege in der Fremde machten die Runde. Man gedachte auch derer, die nicht mehr dabei sein konnten. Alter und Krankheit fordern ihren Tribut. Die Mobilit├Ąt l├Ąsst nach. Doch als abschlie├čend bekanntgegeben wurde, das n├Ąchste gemeinsame Treffen findet am 5. Oktober 2013 in Osnabr├╝ck statt, waren sich alle einig, im n├Ąchsten Jahr nach M├Âglichkeit wieder dabei zu sein. Man kann sagen, es war eine gelungen Veranstaltung, es war nur sehr schade und nicht zu verstehen, dass es keine Totenehrung gab.
Hartmut Dawideit            Fotos Wolfgang Nienke

Chorleiter Rudi Fieberg
Links Irmgard F├╝rstenberg

Der Magdeburger Ostpreu├čenchor unter Leitung von Rudi Fieberg. Rudi Fieberg ist auch Vorsitzender der Magdeburger Ostpreu├čengemeinschaft. Aktives Mitglied im Chor und in diesem Verein ist auch unsere Kirchspielvertreterin Irmgard F├╝rstenberg.

Tilsiter Chor in russischen Trachtenkleidern
Tilsiter Chor

Der Tilsiter “A capella Chor”mit ausgebiditen S├Ąngerinnen aus Sowjetsk und Kaliningrad sang russische Lieder und auch deutsche Heimatlieder aus Ostpreu├čen!

 Die Tilsiter Museumsdirektorin Angelika Spiljowa sprach ├╝ber Tilsit und ├╝bergab das neue (alte) Wappen von Tilsit, welches offiziell im staatlichen Wappenregister von Russland eingetragen ist.

Museumsdirektorin von Tilsit Angelika Spiljowa
Frau Spiljowa ├╝bergab der Stadtgemeinschaft Tilsit die Fahne mit dem neuen Wappen von  Sowjetsk
Schweizer Investor stellet das Projekt in Tilsit vor
Die russische Ehefrau des Investors fotografierte ihren mann w├Ąhrend des Vortrages

 Der Schweizer Investor berichtete ├╝ber den Fortschritt des baus einer K├Ąserei in Tilsit. Diese K├Ąserei soll neben der Produktion von K├Ąse auch eine Gastst├Ątte betreiben (Schweizer Gerichte) und nat├╝rlich ihre Produkte verkaufen. Zu erw├Ąhnen w├Ąre auch, dass es in der Schweiz seit ein paar Jahren einen Ort mit Namen “Tilsit” gibt.

28.04.2012 Treffen in Halle/Saale - Tilsit-Stadt

12. 09. 2015 Treffen in Bad Nenndorf - Elchniederung

23.04.2016 Treffen in Gera - Tilsit-Stadt

 

 

 

Am 23. April 2016 trafen sich auf Einladung der Kreisgemeinschaft Tilsit die Kreise Tilsit-Stadt - Elchniederung - Tilsit-Ragnit zu ihrem  Nachbarschaftstreffen  im Penta-Hotel  in Gera.

Die Tilsiter hatten die richtige Wahl getroffen - die Raumgr├Â├če passte, die Akustik stimmte, die Organisation schien perfekt. EsDer Geraer Anstecker gab nach Beendigung des Chorvortrages mit zwei Zugaben ein gro├čes Lob von Erwin Feige f├╝r Chor und G├Ąste - ohne Unruhe oder Jeschabere  bei den G├Ąsten h├Ârten alle zu. Der Chor hatte eigens f├╝r uns das bekannte “├ännchen von Tharau...” einstudiert. Mit der Forderung nach mehr Zugabe h├Ątte uns  der Geraer M├Ąnnerchor noch lange unterhalten k├Ânnen. Die Begr├╝├čung durch die Kreisvertreter waren angemessen und entsprachen den Zeichen der Zeit. Die Festansprache von der Redakteurin der PAZ, Frau Manuela Rosenthal-Kappi mit dem Thema “Land an der Memel - Erbe und Auftrag” war in Ordnung, zog sich aber doch in die L├Ąnge und es kam fast Unruhe auf. Gro├čen Anklang fand auch die Lesung aus Werken von Johannes Bobrowski und Siegfied Lenz durch die Schauspielerin Frau Monica Grabs - ja, weil sie es verstand durch ihre Vortragstechnik die G├Ąste zu fesseln und nicht zuletzt die gew├Ąhlten Beitrag trugen dazu bei. Gefallen hat auch das geistliche Wort von Pfarrer Roland Teipel aus Gera, der kurzfristig f├╝r den wegen Krankheit ausgefallenen Pfarrer Martin Loseries eingesprungen war. Er musste sich erst in die Thematik der Heimatvertrieben, mit unserer “Ecke” der Memelstromer vertraut machen - sein Wort und sein Segen kamen an!
Wenn man etwas kritisieren sollte, dann die Organisation des Hotels bei der Essenausgabe, das zu teure Essen selbst und wie einige G├Ąste, die am Vortag angereist waren, bemerkten, die f├╝r uns angehobenen Preise.
Gro├če M├╝he gaben sich die Kreisgemeinschaften mit ihren St├Ąnden an denen umfangreiche Literatur und Karten material angeboten wurde. Vertreten war auch unser Reisegesellschaft “Grund-Touristik” und der Buchautor Heinrich Salomom mit seinen Werken “Nur nicht nach Labiau gehen” und “Wenn’s mal anders kommt”.
Da nicht alle Vertreter unserer Kreisgemeinschaft auf den Fotos gezeigt werden - es waren auch Ines Laue, Peter Westphal, Irmgart F├╝rstenberg,Dr. G├╝nter Spilgies, Prof. G├╝nter Hertel anwesend.
Unsere Meinung - eine gute Veranstaltung f├╝r alle, die sich gerne an de alte Heimat erinnern und nicht davon lassen wollen. Danke liebe Tilsiter!

Das Programm
Unser Stand mit Anneliese Romeike, Gesch├Ąftsf├╝hrerin Barbara Dawideit und Voritzender Manfred Romeike
Gaby Bastemeyer - Familienforschung und Fritz Klingsporn Kirchspielvertreter
Elchniederunger
Der Saal
Unsere Holl├Ąnderin kam auch
Erwin Feige 2. Vors. Tilsit-Stadt leitete das Treffen
Kreisvertreter Tilsit-Stadt - Hans Dzieran
Pfarrer  Roland Teipel
Kreisvertreter Elchniederung - Manfred Romeike
Kreisvertreter Tilsit-Ragnit - Dieter Neukamm
Festansprache durch Manuela Rosenthal-Kappi von der PAZ
Lesung durch Schauspielerin Monica Grabs
Der Geraer M├Ąnnerchor unter Leitung von Ronny Dannat
Das Pentahotel in Gera - Ort unserer Begegnung
Kirchspielvertreter Dieter Wenskat mit Webfritze Wolfgang Nienke

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Nachbarschaftstreffen
Tilsit-Stadt - Elchniederung - Tilsit-Ragnit

Wappen des Kreises Elchniederung
Die Kirche im Kreisort Heinrichswalde