Pontonbrücke über den Karkelstrom

5. Reisetag    Heinrichswalde      Kuckerneese Herdenau   Karkeln    Pait    Inse    Rautersdorf

6. Reisetag      Freie Verfügung Gowarten Gerhardsweide    Kreuzingen

7. Reisetag Königsberg    Krangen

8. Reisetag Heimreise

Gruppenfoto Krag

Visafreier Grenzverkehr POL -RUS

Hunde in der Elchniederung

Zurück zum Teil 1

Am  6. August 2012, unserem 5. Reisetag,  hatten wir ein großes Programm. Unsere Leitung der Kreisgemeinschaft unterzeichnete einen Patenschaftsvertrag mit der Stadtleitung von Slawsk, vertreten durch den Bürgermeister Artyukhov und Herrn W. Kent. Wir gingen inzwischen zur Kirchenbesichtigung. Das dauerte, weil das Vorhängeschloss ausgewechselt worden war. Danach machten wir noch einen Besuch bei einem kleinem deutschrussischem Kriegerdenkmal aus dem 19. Jahrhundert, welches durch Initiative von Gertrud Nagorni wieder hergestellt worden war. Anschließend machten wir eine große Rundfahrt über Kuckerneese, Herdenau, Karkeln, Jagdhaus Pait, Inse, Rautersdorf. Gestreift haben wir dabei Schlichtingen, Schakendorf, Stucken, Wittken, Großheidenstein. Hinter der Sköpener Brücke über die Gilge wurden wir etwas grünlicher kontrolliert. Zum Glück konnte der Soldat nicht richtig zählen, sodass ihm nicht auffiel, dass die Personenzahl laut Propusk (Bescheinigung zum Betreten des militärischen Sperrbezirks) nicht stimmte. Falls jemand hierher will, man braucht einen Propusk - ohne dieses Scheinchen droht Gefängnis - zumindest für Stunden.

Das von Jürgen Leiste initierte Jugendzentrum. Früher Gasthof Völkner

Wolfgang Nienke vor seinem Geburtshaus (Postlerhaus)
 in Herdenau.
 Hier wohnten zeitweise bis zu vier Familien. Die Anbauten sind neu.

Kirche Heinrichswald.e. Blick in Richtung Turm
Peter Westphal, Prof. Hertel, Hartmut Dawideit berichten zur Kirchengeschichte und Gegenwart
Gedenksteine zu ehren von gefallenen russischen und deutschen Soldaten (Napoleonzeit?)
Gedenktafel in Deutsch und Russisch
Hier steht: Allen Toten der Elchniederung zum Gedenken. Hier ruht Erde aller Friedhöfe der Elchniederung.

Kuckerneese (Kaukehmen, heute  Jasnoe Ясное)

Heinrichswalde (Slawsk Славск)

Der berühmte Kandelaber im Wandel der Zeit. Er bekam von der Gemeinde 3 neue  lampen, aber  man sieht...
Die evangelische Kirche  eine Ruine. Sie soll angeblich als kulturell wertvoll und erhaltenswert eingestuft worden sein.
Das ehemalige Pfarrhaus. Hier wohnten die Pfarrer von Emil Dunnekat 1892 - 1905  bis Herbert Potschka 1942 - 1944
Das sowjetische Ehrenmal auf dem Kuckerneeser Berg. Hier stand das des Schuldirektors Gustav Gruber bis es von der Gemeinde gekauft und zum HJ-haus wurde.

Herdenau (Kallningken, heute Prochladnoje Прохладное)                  Geburtsort von Manfred Romeike (Wittken) u. Wolfgang Nienke

Gasthof Mitskat. Hier war der russ. Bürgermeister stationiert.
Russische Kinder bekamen von uns ein paar Geschenke und freuten sich gewaltig.
Das Postlerhaus von der Straße aus gesehen. Hier geht es nach Schaendorf -Kuckerneese
Auf dem Hof des Postlerhauses. Im Hintergrund stand die Kirche.

Karkeln (heute Myssowka Мысовка)

Altes Fischerhaus in Karkeln
Blick zum Haff
Moderne Technik ist auch in Karkeln zu sehen. Schöne  Häuser von  reichen Russen gibt es auch.

Jagdhaus Pait ( Russ.: Ochotnitschii Dom “Pait” Охотничий дом "Паит")                        

Siehe auch Homepage der Stiftung zur Unterstützung des Wiederaufbaus von historischen Denkmälern "PAIT" http://www.jagdhaus-pait.com (Koordinator Jürgen Leiste)
...hier ist zu lesen:  Dieser Reichtum an Elchwild brachte es mit sich, dass das Gebiet um das Jagdhaus Pait vor 1945 immer wieder von prominenten Jagdgästen wie Kaiser Wilhelm II,  dem Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, Dr. Otto Braun Preußischer Ministerpräsident  und auch dem Reichsjägermeister des 3. Reiches Hermann Göring zur Jagd  genutzt worden ist.

Vorderansicht des Jagdhauses Pait. Wesentlich wäre ein frsch zu deckendes  Dach, aber das kostet!
Hintere Ansicht des Jagdhauses Pait mit Treppe zum renovierten Saal
Der renovierte Kaisersaal des Jagdhauses Pait. Von hier aus ist auch der Eingang zu einer Wohnung  von Herrn J. Leiste

Inse (Russ. Pricaly  Причалы)                                           Geburtsort unseres Geschäftsführers Hartmut Dawideit

Hier stand einmal das Haus der Familie Dawideit. Abgebrannt in den Kriegswirren.
Dorfstraße von Inse
Schlingfluss zum Haff
Eine abgestellet "Molotow" reizte zum Aufsitzen - hier W. Nienke
Auch Uwe Jähnke fand gefallen am Motorrad
In einem Vorgarten stand noch eine Maschine gleichen Typs - für Bastler ein grausamer Anblich auf ein sterbendes Motorrad
Fischer bei der Diskussion, um ihren renovierten Kutter zu Wasser zu bringen.
Mit dem Motorboot wurde ein Seil an das andere Ufer gebracht, wo ein Traktor wartete.

Rautersdorf  (Lappienen; Malije Bereschki  Малые Бережки)                                             Von diesem Dorf existieren vielleicht noch 5 bis 8 Häuser

AmUfer der Gilge von Rautersdorf
Auf dem anderen Ufer ein paar Kühe - hier liegt Raterskirch
Ein paar Jungs angeln vis-a-vis
Auf dem Rückweg auch wieder eine Kuhstation.

Am 7. August 2013, der 6. Reisetag, hatten wir einen Tag zur freien Verfügung. Es wurden jede Menge Taxis bestellt und man fuhr in kleinen Gruppen zu seinen speziellen Zielen. Ich schloss mich Dieter Wenskat an, der sich vorher schon mit Renate Rath und Reinhilde Korinth verabredet hatte. Bei mir kam hinzu, dass ich bereits in meinem Geburtsort Herdenau gewesen war. Also besuchten wir die”Ecke” von Dieter Wenskat, für die er Kirchspielvertreter ist. Gowarten, dann den Kindergarten in Gerhardswalde  Dann brachten wir noch eine “Bruderhilfe” nach Kreuzingen zu Frau Lena Belska ( 85 jahre alt) und machten hier noch eine Rundfahrt und abschließend besuchte wir das neue Russisch-Orthodoxe Nonnenkloster. Das Taxi kostete 15 € pro Stunde und bei fünf Personen war das auch tragbar. Der Taxifahrer war ein Russlanddeutscher aus Kasachstan und sprach gut Deutsch.

Gowarten (Trakeningken; russ. Dserschinskoje Дзержинское)

Die Kirche von Gowarten heute. Zu Sowjetzeiten  für alle möglichen Dinge genutzt. Vom Tanzsaal über Lager und  Magazin.
Die Kirche von hinten gesehen. Heute ist das Gelände eingezäunt und wird von Armeniern  verwaltet/bewacht.
Die Schule von Gowarten. Hier wohnen fünf armenische Familien.
Störche in Gowarten - sie sahen an diesem Regentag nicht gerade  lustig in die Gegend.

Gerhardsweide (Liedomeiten; russ. Ochotnoje  Охотное)               Von hier stammen die Vorfahren von Dieter Wenskat

Abschiedsfoto vor dem Hotel Podewils in Krag. Ehemals Ritterschloss zu Krangen

6. August
Die Fahrt durch die Elchniederung steht auf dem Programm! Wie jeden Tag geht es um 9 Uhr los. Für mich als Vorstandsmitglied, der bisher noch nie in der „Heimat“ gewesen ist , die Gelegenheit, Orte und Landschaftsbilder aufzunehmen und dadurch räumlich und bildlich zuordnen zu können, von denen ich bisher nur gehört oder gelesen habe. Und wir würden uns in den Kernbereich der Siedlungs- und Wanderbewegungen meiner Vorfahren begeben.Vertragsunterzeichnung in Slawsk: Vl. OB Artyukhov, Dawideit, Kent, Romeike Spannend! Aber zuerst fahren wir nach Heinrichswalde. In der Verwaltung der Stadt unterzeichnen Manfred Romeike und Hartmut Dawideit für die Kreisgemeinschaft Elchniederung und der Bürgermeister Artyukhov und Herr Kent für die Stadt Slawsk einen Partnerschaftsvertarg zum Heimatmuseum. Ich mache ein paar Fotos von der Unterschriftenzeremonie und filme ein wenig. Von Manfred Romeike und Hartmut Dawideit werden noch einige Aspekte angesprochen, die uns am Herzen liegen. Dazu zählen ein deutschsprachiges Ortsschild „Heinrichswalde“ und die Pflege des Denkmals kurz vor dem Ortseingang, linker Hand liegend aus Richtung Tilsit kommend. Der Rest unserer Reisegruppe ist schon zur Kirche gefahren, die heute  für uns geöffnet ist. Wir sind, ich bin überrascht, dass das Innere teilweise gepflegt ist. Aber um den Verfall gänzlich aufzuhalten, wären deutlich mehr Mittel notwendig, als von Seiten der Kreisgemeinschaft und von Einzelnen bereits hierhergegeben wurden. Und die Kirche gehört heute der russisch-orthodoxen Kirche, die sie der evangelischen Gemeinde auch nicht mehr zur Nutzung überlässt. Da ich erst später zur Gruppe hinzustoße verpasse ich den Vortrag von Prof. Hertel über seine Arbeit und sein Ziel, die Kirche in Rauterskirch in das UNESCO-Welterbe aufzunehmen. Wir gehen noch zu der Gedenkstätte, die zu Ehren von deutschen und russischen Soldaten irgendwann einmal errichtet wurde. Da keine Jahreszahl auf dem Gedenkstein enthalten ist, ist der Spekulation Tür und Tor geöffnet, was wir natürlich ausgiebig tun. Wissen Sie was „Pferdebremsen“ sind? Große Mücken, die richtig dicke Juckstellen auf der Haut hinterlassen. Diese fallen hier in Massen über uns her und zwingen uns, den Rückzug zum Bus anzutreten. Wir brechen auf. Das erste Etappenziel ist die Sköpener Brücke. Der Kontrollpunkt an der Gilge, der den Zugang in den nördlichen Teil der Elchniederung öffnet. Wir passieren wieder einmal Brittanien und biegen diesmal hinter Neukirch rechts ab. Ab und zu muss unser Busfahrer anhalten und die auf der Straße im Baumschatten ruhenden Kühe bewegen, die Straße zu verlassen. In Deutschland käme sicherlich die Polizei und würde dem Bauern ein saftiges Bußgeld auferlegen. Aber hier, in dieser Welt, ist Gelassenheit angesagt. Diese wird dadurch belohnt, dass an der Brücke kein Posten steht und wir nur durch die wegen der auf der Brücke liegenden Baustelle vorhandene rote Ampel an der Weiterfahrt kurzfristig gehindert werden. Unmittelbar hinter der Brücke geht der Weg nach Skören ab, für das Wolfgang Klemens unser Kirchspielvertreter war. Leider kann er uns auf dieser Reise nicht mehr begleiten, weil er zu früh verstarb. In diesem Moment sind unsere Gedanken bei ihm und seiner Familie. Kurz darauf erreichen wir Kuckerneese/Jasnoje, die vor Kriegsende größte Stadt in der Elchniederung. Für Mitreisende, die schon früher hier waren, ist es ein noch trauriger Anblick als für mich. Ganze Häuser dieser einst wohlhabenden Stadt sind verfallen und spurlos verschwunden. Der Rest kann nur deshalb etwas von seiner einstigen Schönheit zeigen, weil auch heute die Sonne von einem strahlend blauen Himmel scheint und alles in ein schönes Licht taucht. Mehr Zeit als für einen kurzen Blick in die Kirchenruine, einen Gang über den ehemaligen Marktplatz und ein Eis aus dem Tante Emma Laden an der Ecke ist heute nicht drin. Über Schlichtingen, Schakendorf rechts liegen lassend und durch Stucken fahrend kommen wir nach Herdenau/ Prohladnoe. Am Bürgermeisteramt halten wir an und einige von uns besuchen den „grünen Tanzsaal“ in dem Jürgen Leiste ein kleines Jugendzentrum eingerichtet hat. Ein paar Kinder nähern sich dem Bus, sie werden von Dieter Wenskat mit Süßigkeiten versorgt, Wolfgang Nienke verschenkt Dollars und ein Junge hat plötzlich eine bunte Geschenktasche in der Hand, ohne dass ich mitbekommen habe, woher sie kam. Zwei Frauen, die sich dem Bus nähern, ziehen wieder unverrichteter Dinge ab. Wir passieren auf unserem weiteren Weg, der uns nach Karkeln führt, die Herdenauer Schule, die heute als Kindergarten genutzt wird und auch den Abzweig nach Wittken, dem Heimatort von Manfred Romeike.            Weiter 6. August Karkeln

Geburtshaus von u. mit  Wolfgang Nienke, Recter Eingang. Früher gab es diese Vorbauten nicht

...noch 6. August
Fahren an Trammen vorbei und erreichen den malerischen Ort am Karkelstrom. Noch malerischer wäre der Ort ohne die Mücken und Bienen, die über uns herfallen. Ein Teil unserer Gruppe überquert die Pontonbrücke und wendet sich links dem Haff zu. Leider ist es zu Fuß von hier nicht zu erreichen. An einer Kurve liegen einige Betonklötze aufgestapelt. Nach dem Ersteigen dieser künstlichen Anhöhe kann man das Haff und in der Ferne die glänzenden Sanddünen der Kurischen Nehrung sehen. Es gibt hier auch einige sehr schöne Häuser von neureichen Russen, die offenbar als Feriendomizile genutzt werden. Leider passen sie überhaupt nicht in das sonstige Ortsbild. Trotzdem ist der Ort einmalig schön. Von Karkeln geht es zurück nach Herdenau und von dort weiter nach Großheidenstein. Dort biegen wir nach rechts ab und fahren über Kurrenberg zum Jagdhaus Pait. In dem mitten im Wald gelegenen Forsthaus, welches schon Kaiser Wilhelm und eine korpulente Nazi-Größe namens Göring nutzten, kehren wir ein. Im historischen Kaisersaal, warten Kaffee und Gebäck auf uns. Und außerhalb des Gebäudes Pferdebremsen, Mücken und noch einmal Pferdebremsen. Wir alle flüchten förmlich in den Bus und einige Viecher hinter uns her. Es entwickeln sich einige wilde Mordszenen. Durch die Fenster blickend genießen wir die Fahrt durch den Wald, in dem viele kleine Kanäle, Bäche und Tümpel im Licht glänzen. Ein Elch, den viele zu sehen hoffen, lässt sich leider nicht blicken. Der schmale Weg, den wir mit durchaus beachtlichem Tempo lang brausen, führt uns nach Inse, dem Geburtsort unseres Geschäftsführers Hartmut Dawideit. In einer Kurve geht ein Wald- und Wiesenweg ab. Ein Ortskundiger erklärt, dass es dort nach Loye gehen würde. Auch ein Ort, von dem Nichts geblieben ist als der Name und eine langsam schwindende Erinnerung. Im Nachhinein weiß ich gar nicht mehr, ob Inse nicht noch schöner als Karkeln war. Vielleicht wirkte es ein wenig schwermütiger an den Windungen des Schlingflusses gelegen, als der weitere Blick am Karkelstrom? Viele Häuser sind noch erhalten. Auf dem Grundstück von Dawideits bewundern wir nur den Garten und den alten Apfelbaum an der Grundstücksgrenze. Das Wohnhaus war während der Flucht abgebrannt. Ein kurzer Rundgang durch den Ort wäre beinahe durch eine spektakuläre Schiff- zu- Wasser-Lassung gekrönt worden. Auf dem rechten Ufer steht das Fischerschiff. Auf dem linken Ufer ein Traktor mit einer Seilwinde. Beides über den Fluss verbunden mit einem Metalltau, zieht der Traktor das Schiff langsam ins Wasser. Nein, erst einmal zieht er es über die wenigen untergelegten Rundhölzer mit Schraube und Ruder in den Uferschlamm, so dass weitere Hölzer untergelegt werden müssen. Ob die Mitglieder meiner Familie, die hier um 1820 lebten, auch so schwer arbeiten mussten? Das Ende, den Erfolg oder Misserfolg können wir leider nicht mehr mitverfolgen und dass, obwohl wir unfreiwillig zehn Minuten länger am Platz stehen, weil wir auf Ruth Woldeit warten, die einige Häuser noch intensiver in Augenschein nehmen muss. Na, dann geht es doch weiter. Wieder die schmale Straße zurück bis nach Großheidenstein. Neben Kühen, die wieder von der Straße gejagt werden, haben wir diesmal als Hindernis auch einen Panjewagen mit zwei offenbar Betrunkenen vor uns, von denen einer auf dem Bauch liegend ohne Schuhe seinen Rausch ausschläft und der andere halbwegs erfolgreich versucht, Pferd und Gespann auf der Straße zu halten. Diesmal biegen wir im Ort nach rechts ab nach Rautersdorf. Nachdem wir gestern auf der anderen Seite die „Tauf-Trau- und Totengottesdienstkirche“ meiner Familie in Rauterskirch besucht haben, sind wir heute in der Gegend, in der meine Familie Ende des 17. Jahrhunderts und weit in das 18. Jahrhundert hinein als Bauern, Knechte und Mägde lebte. Mich ergreift ein merkwürdiges Gefühl, auch der Rührung. Eschenberg, Mühlmeistern und Wartenfeld, was ist von euch übrig geblieben? Von Rautersdorf selbst ist nicht viel zu sehen, nur ein, zwei, drei Häuser hinter dem Deich. Genau diesen zieht es alle hinauf und auch wieder hinunter und dann stehen wir alle staunend an der Gilge, in deren flachem Uferwasser hunderte kleiner Fische hektisch hin und her flitzen. Von den Luft- und Wassertemperaturen käme ein Bad sicherlich sehr erfrischend daher, aber keiner traut sich und steigt ins Wasser. Und bevor wir in den Bus steigen, passiert uns ein Traktor mit vier angehängten Ladern. Auch das gibt es in Deutschland nicht zusehen. Wir stehen jedenfalls alle staunend daneben. Von der Hitze und der Tour geschafft, wird es in unserem Bus ruhiger, so dass eine CD mit ostpreußischen Witzen abgespielt werden kann, an der wir unsere Freude haben. Die Stimmung ist gut, bis zur Sköpener Brücke, an der jetzt eine Kontrolle durchgeführt wird. Im Bus sind mehr Leute, als auf dem mitgeführten Propust (Genehmigung) stehen. Der Kommando führende Offizier zählt zwar 40 Leute, genauso viele wie auf dem Propust stehen; tatsächlich sind wir aber 42. Gut, dass er nicht zählen kann oder es auch nicht will. Nach einigen Diskussionen mit unserer Reiseführerin nimmt er eine Kopie des Propusts zu seinen Akten und wir dürfen passieren. Als wir am Hotel ankommen, entlädt sich die Sommerhitze in einem imposanten Gewitter.
                                                                    Weiter 7. August

Die Herren Kent und Westphal vor dem Jagdhaus PAIT
Grundstück von Großvater Albert Kamann und Onkel (auch) Albert Kamann

In diesem Ort befindet sich heute ein russischer Kindergarten. Dieter Wenskat lässt es sich nehmen bei seinen Besuchen einige Geschenke zu übergeben. Für Kinder, Kindergärtnerinnen und Besucher immer ein Erlebnis.

Der Kindergarten in Gerhardsweide - Ochotnoje
Die Kinder freuen sich über die Geschenke von Dieter Wenskat
Der Schlafraum der Kinder
Der Waschraum für die Kleinen

Kreuzingen (Groß Skaisgirren; russ. Bolschakowo Большаково)

Noch einmal Kreuzingen, hier bringen wir die Bruderhilfe für Lena Belska, eine 85jährige Deutsche, besuchen den Bahnhof und die neuapostolische Kirche. Danach fuhren wir zum neuen Nonnenkloster. Hierher hatte man eigens eine Asphaltstraße gebaut, damit Präsident Putin zur Einweihung nicht auf Feldwegen fahren musste. Auch eine Erdgasleitung wurde verlegt. Hier trafen viele Taxi-Gruppen ein, da dieses Kloster nicht zum reiseprogramm gehörte.

Bahnhof - Wasser gibt es wie bis 1945 aus der Pumpe
Der Bahnhof von Kreuzingen - Bolschakowo
Die Neuapostolische Kirche in Kreuzingen
Reinhilde Korinth und lena Belska in Kreuzingen
Die Hauptkirche des Nonnenklosters
der Altar in der Klosterkirche
Als wir unser Straßenomelette aßen traf unser Vorsitzender M. Romeike ein.
Zur finanziellen Absicherung des Klosters gehört eine Straußenfarm mit Gaststätte

7. August (Tag der freien Verfügung)
Wir haben das Angebot genutzt und uns ein Taxi bestellt. Der Preis pro Stunde ist angemessen für die Leistung. Unser Fahrer, Jakob, versteht und spricht ein wenig deutsch und fährt uns überall hin, wohin wir wollen. Zuerst fahren wir nach Argenbrück. Als der Ort noch Neu-Argeningken hieß, wurdeKirchenruine Argenbrück hier, wie bereits dargestellt, mein Großvater geboren. In der Kirche wurde er getauft, deshalb zieht es mich zuerst dorthin. Natürlich eine Ruine und zum Kuhunterstand mutiert. Im Internet findet man auch den Begriff „Kuhkirche“. Zum Glück ist heute keine Kuh da, aber genügend von den Hinterlassenschaften, grüne Fladen eben in jeder denkbaren Konsistenz. Reste der einstmals weißen Holzdecke sind noch erkennbar, auch die mit blauer Farbe gestalteten Ornamente. Aber sonst hat das Dach erhebliche Löcher und Birken wachsen aus dem Gemäuer. Das nebenan liegende Pfarrhaus sieht zwar mitgenommen aus, ist aber bewohnt. In welchem Haus mein Großvater mit seinen Geschwistern und meinen Urgroßeltern damals lebte, weiß ich nicht und ob es überhaupt noch existiert, ist fraglich. Deshalb halten wir uns hier auch nicht länger auf, nur noch ein paar Momentaufnahmen mit der Kamera von einer Frau, die gerade im Garten gepflückte Gurken am Brunnen vor dem Haus wäscht. Wir fahren weiter und biegen diesmal nicht nach rechts Richtung Heinrichswalde ab. Nein, diesmal biegen wir nach links; Richtung Schillen ab. Aber schon in Königskirch biegen wir wieder links ab und fahren Richtung Argenhof. Von hier fuhr mein Vater mit meiner Oma ab und zu mit dem Zug nach Tilsit, wenn sie nicht den Fußmarsch auf sich nehmen wollten und sie keine andere Fahrgelegenheit hatten. Vom Bahnhof ist heute nichts mehr zu sehen, nur eine gepflegte Wiesenfläche. Kartingen oder Karteningken, der Ort in dem mein Vater geboren wurde, existiert ebenfalls nicht mehr. Da uns niemand begleitet, der Ortskenntnisse von früher hat, rechnen wir die Entfernungen anhand des Maßstabs um und halten etwa 2 km hinter Argenhof an der Landstraße an. Linker Hand, wo früher Kartingen-Kaschen und Kartingen gelegen waren, einerseits nur Einöde und andererseits Maisfelder. Da es morgens heftig geregnet hatte, will ich auch nicht durch die Einöde ins Nichts stapfen. Da entdecke ich etwas weiter die Straße hinauf neben einem in nördliche Richtung führenden Graben einen Wirtschaftsweg, der mich förmlich einlädt, ihm zu folgen. Meine Frau und den Fahrer lasse ich an der Straße zurück. Mutig stapfe ich in das Irgendwo und versuche Zeugnisse früherer Zivilisation zu finden. Zur Befestigung des Weges ist an einer Stelle ein Ziegelstein eingebracht, an einer anderen Stelle hat ein altes Holzbrett vielleicht Hilfe bei einem festgefahrenen Fahrzeug geleistet. Nachdem ich geschätzt etwa einen Kilometer in nördlicher Richtung gegangen bin, entdecke ich linker Hand einen Teich. Etwas weiter dahinter gabelt sich der Weg, links geht es eine kleine Anhöhe hinauf, vor mir nicht sichtbar im Gestrüpp plätschert ein Bach, der rechter Hand liegende Weg ist für den heutigen Tag nicht einladend genug. Hier muss Kartingen gewesen sein! Als ich mein Umfeld noch näher in Augenschein nehmen will, fallen sie über mich her, die bereits genannten Pferdebremsen, so dass ich mich auf den Rückweg mache. Plötzlich taucht völlig unerwartet vor mir in etwa 50 Meter Entfernung ein Rudel wilder Hunde auf. Im ersten Moment durchzuckt mich der Gedanke, es könnten auch Wölfe sein, die auch in Ostpreußen wieder zuhause sein sollen. Aber nein, es sind Hunde. Mich beschleicht die Furcht, wahrscheinlich schon aus dem Grund, weil mir Hunde ansonsten schon suspekt sind. Wie werden sie sich verhalten? Über mich herfallen? Ich sehe mich schon blutüberströmt in dieser Wildnis liegen. Lieber sehe ich mich nach einem Stock um, der mir die Hunde vom Leib halten könnte. Aber nichts dergleichen in der Nähe, mit dem ich mich verteidigen könnte. Aber zum Glück haben die Hunde noch mehr Angst als ich und verschwinden im Maisfeld. Als ich an der Stelle vorbeigehe, an der sie im Feld verschwunden sind, sträuben sich mir die Nackenhaare. Bin ich froh, als ich wieder heil die Straße erreiche. Wir fahren weiter bis Gut Kindschen. Hier haben meine Urgroßeltern gearbeitet und gewohnt. Die Häuser der Deputanten stehen teilweise noch und sind in einem erbärmlichen Zustand. In Deutschland würden selbst Obdachlose nicht in den Objekten übernachten, aus Angst vor Krankheiten oder durch herabfallende Gegenstände verletzt zu werden. Hier leben Menschen und Tiere darin. Wovon die wohl leben mögen? Nur in wenigen Gärten wird Gemüse angebaut. Die Felder ringsumher sind nicht bestellt. Trauriger Anblick. Wir fahren die gleiche Strecke zurück, ich filme durch die Windschutzscheibe. Vielleicht weckt es bei meinem Vater noch eine Erinnerung, wenn ich ihm den Film zeige. An der Kreuzung der Straße nach Tilsit angekommen, fahren wir hinüber und wieder geht es Richtung Heinrichswalde. Linker Hand liegt ein großes weißes Kloster, in dem orthodoxe Nonnen leben und unter anderem eine Straußenfarm betreiben. Es hat riesige Ausmaße und hat teilweise Häuser und Nutzflächen von Hohensprindt „verschlungen“. Nur ein einziges altes Haus Adieu Schlossmühlenteich von Tilsitliegt in unserem Blickfeld. Wir dürfen eine der Kapellen betreten und bewundern die Malereien. Strauße sehen auch hier so aus, wie an jedem anderen Ort der Welt. Eine Omelette aus Straußeneiern genießen wir nicht, obwohl in einer Hütte etwas Derartiges angeboten wird. Wir wollen weiter und wollen noch einmal nach Lindental reinfahren. Der Ort aus dem Waltraud Moser-Schrader stammt und der noch Sandfluss hieß, als mein Urgroßvater dort geboren wurde. Leichter Regen setzt ein, der Weg in den Ort hinein ist mit großen Schlaglöchern versehen, die unser Fahrer gekonnt umfährt. Wir fahren an den beiden großen Kastanien vorbei, wo früher Waltrauds Elternhaus stand und denken ganz intensiv an unsere Freundin in der Schweiz. Heute ist davon nichts mehr zu sehen. Schade. Wir beenden unsere kurze Reise in die nähere Vergangenheit meiner Familie und kehren ins Hotel zurück. Falls ich noch einmal hierher komme, werde ich besser vorbereitet sein. Messtischblätter, Augenzeugenberichte, Geodatenmesser, Metalldetektor, Schaufeln ,,,Es heißt, sich langsam auf den Abschied aus dem Hotel Russija einzustellen. Am nächsten Tag beginnt die Rückreise. Ich mache mich noch einmal alleine auf in die Stadt und erkunde noch ein paar Ecken von Tilsit, die ich bisher nicht gesehen hatte. Promenade am Schlossmühlenteich, Mittelstraße, Schulstraße und Fabrikstraße, sind einige der Straßen, die ich durchstreife und auch noch das eine oder andere Foto mache. Was mein Vater damals dachte, als der Krieg dem weiteren Schulbesuch in Tilsit ein Ende machte und vielleicht viele seiner Träume vernichtete. Er hat nie darüber gesprochen.                     Weiter 8. August

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Am 8. August 2013, der 7. Reisetag, ging es Richtung Königsberg und weiter nach Polen zum Hotel Podewils bei Krag. Aber zunächst machten wir in Königsberg, dem heutigen Königsberg einen Stadtrundgang und dann eine Stadtrundfahrt. Die Stadtrundfahrt führte uns durch den östlichen Stadtteil, der vom Krieg relativ verschont blieb. Es ist ein Stadtteil mit großen Villen, die Spekulationsobjekte für reiche Russen mit Beziehungen sind. Von dieser Rundfahrt gibt es keine Fotos, da der Bus keinen Halt einlegte.

Königsberg   (russ. Kaliningrad   Калининграмд)

Das neue Königsberg - Kaliningrad
Originak restauriertes preussisches Wappen - auch das gibt es.
Zar Peter der I.
Dsa sog. Fischdorf und auf der Brücke die Schlösser der  Brautpaare
Der Dom von Königsberg
Im Dom die Tafel mit den bedeutenden Gelehrten der  Albertina
Im Dom - die Orgel
Die neue russisch-orthodoxe Kirche, wie in jeder Stadt

8. August
Wir verlassen das Hotel mit unserem Gepäck, besteigen unseren Bus und brechen zu unserem letzten Reisehöhepunkt in Ostpreußen auf. Königsberg erwartet uns. Ich erinnere mich, dass meine Oma ihren Mann während der Kriegsjahre dort einmal besuchte, als er dort im Lazarett lag, er muss beim Frankreichfeldzug verletzt worden sein. „Große Stadt“ sagte sie. Das ist sie heute immer noch oder wieder. Ganz anders als der arme landwirtschaftlich geprägte Landstrich aus dem wir gerade kommen. Mit Autos gefüllte Straßen, gut erhaltene Villen in den Vororten, geschäftig hin und herlaufende Menschen. Eine Innenstadt, die in jeder westlichen Stadt liegen könnte. Die Rundfahrt mit dem Bus lässt die Sehenswürdigkeiten nur so an uns vorbeirauschen. In der Innenstadt steigen wir aus, bewundern Gerichtsgebäude, Opernhaus und mit Blumen geschmückte Parkanlagen. Steigen wieder in den Bus ein, fahren zur Dom Insel und laufen um den wiedererrichten Dom. Die Eisengitter über den Pregelarm sind mit Schlössern geschmückt, die verliebte Paare dort als Zeichen ihrer Liebe angehängt und verschlossen haben. Heute ist hier kein Brautpaar zu sehen. Zu wenig Zeit lässt keine Innenansichten des Domes zu. Am Bus warten Kaffee und herrliche Würstchen mit Senf auf uns. Es gibt auch die Verkäufer von Reiseandenken, Postkarten, Bildmaterial und anderen Sachen. Kaum jemand kauft etwas, so halte auch ich mich zurück. Tanja, unsere Reiseleiterin verabschiedet sich hier von uns. Dafür steigt ein Bernsteinschmuck-Verkäufer zu, der uns bis zur Grenze begleiten wird und seine Waren anbietet. Nach ausgiebiger Stärkung geht es Richtung Grenze. Wir wollen heute noch bis Pommern kommen und dort im Schlosshotel Podewils übernachten. An der Grenze müssen drei Gepäckstücke geöffnet werden. Eines davon gehört uns. Der nur ganz grobe Blick des Grenzbeamten kann keine wirkliche Kontrolle sein. Ein Gefühl von Schikane beschleicht uns Reisende. Aber trotzdem geht es insgesamt doch recht schnell. Und dann haben wir Russland auch schon wieder verlassen und fahren auf einer gut ausgenbauten Schnellstraße Richtung Westen. Müde, immer schweigsamer werdend und volkstümlicher Musik lauschend sehnen wir das Ende der Busfahrt herbei. Die Kilometer reihen sich aneinander und irgendwie kommen wir doch nicht voran. Irmgard Fürstenberg hat sich erkältet und mittlerweile eine ziemlich heisere Stimme. Sie schimpft mit dem Busfahrer, dass er uns in eine so abgelegene Ecke Polens führt. Aber Thorsten Sowa kann nichts dafür. Er hat schon den direkten, kürzesten Weg gewählt. Und bevor es ganz dunkel wird, erreichen wir endlich Schloss Podewils. Jetzt als Hotel genutzt, bietet es uns ein reichhaltiges Abendessen, nette Zimmer und ein gutes Frühstück am nächsten Morgen. Ein Ort, der an sich zum Verweilen einlädt. Aber wir sind nur diese eine Nacht hier und es zieht alle spürbar nach Hause.                Weiter 9. August

Krag - gepflegte Anlagen. Das Hotel hat ein umfangreiches Angebot besonders für Reiter
Unsere Reisegruppe im Speisesaal
Reinhilde Korinth und Renate Rath

Krangen (poln. Krag)   Schlosshotel Podewils in Polen ein ehemaliges Ritterschloss aus dem 15. Jhd.

Schlosshotel
Schlosshotel mit großer Treppe
Abendsimmung am Schlosshotel Podewils

9. August
Die Rückreise geht in umgekehrter Reihenfolge, wie die Anreise. In Berlin verlassen uns die ersten aus der Reisegruppe, dann ein weiterer Stopp in Magdeburg. Die in Hannover zugestiegenen müssen diesmal in Lehrte in einen Kleinbus umsteigen und werden zum Bahnhof gebracht. Der Rest verabschiedet sich hier voneinander und macht sich auf den jeweiligen Weg nach Hause. Wir erreichen unser Zuhause in Schleswig-Holstein am späten Abend. Landschaftlich ähnelt es der 1000 km entfernten Elchniederung. Wir sind vor fast 25 Jahren aus dem Rheinland hierhergezogen. Ein Zufall oder eine ins Herz gepflanzte Sehnsucht nach einer Landschaft, die ich bisher nur aus Erzählungen kannte.

„Nachklapp“:
Heute, mehr als einen Monat nach der Rückkehr aus der Heimat meiner Vorfahren machen wir Pläne für eine neue Reise in die Elchniederung. So vieles haben wir noch nicht gesehen, so vieles wollen wir noch einmal intensiver betrachten und auch außerhalb einer großen Reisegruppe persönlichen Empfindungen nachgeben und Erlebnisse machen. Es scheint wichtig zu sein, Erinnerungen wach zu halten und weiter zu geben. Ich danke allen Mitgliedern unserer Reisegruppe, die mich an ihren Erinnerungen, Kenntnissen und Erfahrungen haben teilhaben lassen. Dadurch wurde die Reise für mich zu etwas ganz Besonderem. Und natürlich ist dieser Reisebericht ausschließlich nach meinen persönlichen Wahrnehmungen geschrieben worden. Andere Mitglieder der Reisegruppe haben sicher eigene Wahrnehmungen und Sichtweisen, die durch meine Beschreibungen in keiner Weise geschmälert sein sollen.
James-Herbert Lundszien
Wankendorf im September 2012

 

Tanktourist aus Polen

Dieser VW-Kombi machte unseren Fahrer nervös, denn es dauerte bis er zusätzlich ca. 10 l Benzin zusätzlich in seinen Tank bekam.

Die Tankerflotte bunkert billig Sprit
Auf russischer Seite sind es bislang fast ausschließlich die Tankstellen, die von der kleinen Visafreiheit profitieren. Die allermeisten Kaliningrad-„Touristen“ aus dem Nachbarland besuchen nicht etwa den Königsberger Dom oder die Kurische Nehrung.
Nein, sie biegen ein paar hundert Meter hinter dem Schlagbaum ab, um an den an der Grenze wie Pilze aus dem Boden sprießenden Benzinstationen Russensprit zu bunkern. Vorzugsweise in alten VW-Kombis, weil dessen Tanks schon in der Normalversion 82 Liter fasse, wie ein Insider erzählt.
Der Liter bleifrei kostet in Kaliningrad derzeit etwa 30 Rubel, umgerechnet 75 Cent – in Polen ist er fast doppelt so teuer. Das erklärt die kantigen Holzkeile, auf die die Benzinpendler ihre Gefährte an der Zapfsäule bugsieren, manche kurbeln ihre Minitanker auch mit Wagenhebern hoch. So kriegen sie noch fünf Liter mehr unter. Alles bares Geld, denn der Sprit wird von den allermeisten in Polen weiterverkauft. (Quelle: Russland-Aktuell)

Kleiner Nachtrag:

Hunde
Hunde sind nun mal des Menschen Freund. In der Elchniederung gab es viel streunende Hunde und Kettenhunde, aber auch freilaufende Hunde, die zu Jemanden gehörten. In seinem Bericht erwähnte Herr Lundszien auch von einer solchen Begegnung. Jedenfalls begegnete man Hunden überall. Hier ein paar Aufnahmen zu einem nicht ernst gemeinten  Abschluss.

Den schönsten Hund sah ich in Karkeln. Er hatte ein Herrchen.
Ein Streuner
Kam aus einer Kiste in Gowarten gekrochen
Ein armenischer Haushund
Kettenhund
Auch angekettet
Er wurde von unserer Reisegesellschaft gefüttert
Auch ein Streuner
Ein Leinenhund
Aggressive Hofhunde
Der hat reichlich Nachwuchs für Rauterskirch
Schon wieder ein aufmerksamer Kettenhund
Ein müder Kettenhund
Ein Rassehund auf dem Stadtfest von Heinrichswalde
Sieht auch irgendwie rassig aus?
Ein aufmerksamer Haushund
Hundemeute in Tilsit. Eine läufige Hünden lockte die Truppe!

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Reise in die Elchniederung 2012
2.Teil 6.- 9. August 2012

Wappen des Kreises Elchniederung
Die Kirche im Kreisort Heinrichswalde