Unsere Reise in die Elchniederung 2010
Museum in Slawsk-Heinrichswalde - DawideitAm Sonnabend 03.Juli 2010 machten wir uns auf den Weg in die Elchniederung nach Ostpreußen.Wir, das sind Hartmut und Bärbel Dawideit mit Schwester Eva. In diesem Jahr war die Anreise 500 km länger. Meine Schwester Eva fuhr nach 15 Jahren wieder einmal mit. Also war nicht in Leipzig Start, sondern in Haren im Emsland. Die Fahrt war zwar anstrengend, immerhin 1500 km, verlief aber ohne Zwischenfälle. Auch an der Grenze ging es reibungslos. Am Abend kamen wir in Heinrichswalde an. Manfred Romeike war mit seiner Frau und seiner Tochter auch in  Heinrichswalde. Am Sonntag 04.Juli nahmen wir alle am Gottesdienst in der Kirche teil. Anschließend fand im Gemeindezentrum bei einem Imbiss die Übergabe der Bruderhilfe statt, es ist eine Zuwendung von der Landsmannschaft Ostpreußen. Die evangelische Kirchengemeinde hat eine neue Vorsitzende, Sofia Tichomirowa. Sie hat uns ihre Vorstellungen über ihre Arbeit und die Renovierung der Kirche dargestellt. Während unseres Aufenthaltes in Heinrichswalde war sie uns eine große Hilfe. am Nachmittag fuhren wir gemeinsam nach Herdenau. An der Brükke über die Gilge in Sköpen war in diesem Jahr kein Kontrollposten. In Herdenau trafen wir uns mit Jürgen Leiste. Er ist im Vorstand vom Verein Anthropos und engagiert sich bei der Jugendarbeit in Herdenau und für die Sanierung des Jagdschlosses Pait bei Inse. Im Jugendheim übergaben wir eine Ausrüstung, bestehend aus Trikot, Hosen und Stutzen sowie zwei Bälle an die Fußballmannschaft. Anschließend fuhren wir zum Jagdschloß Pait. Nach der Besichtigung, es gibt dort ein kleines Museum und der Kaisersaal ist schon fertig, erfuhren wir bei Kaffee und Kuchen viel von der Geschichte des Jagdschlosses und auch wie sich Herr Leiste die weiteren Arbeiten zur Sanierung vorstellt. Am Montag waren Manfred Romeike und ich zu Gesprächen in der Verwaltung Heinrichswalde. Wir wollten am Heimatmuseum ein Schild anbringen. Dazu benötigten wir die Genehmigung der Verwaltung. Also reichten wir einen schriftlichen Antrag ein und erhielten dann die Erlaubnis. Als Dolmetscherin half uns Sofia. Am Dienstag trafen wir uns am Museum. Es befindet sich in der ehemaligen Friedrichstraße (lt. Ortslageplan das ehemalige Haus der Fam. Irrgang) etwa 150 m von der Kirche Richtung Krankenhaus. Ich hatte alles, was ich für die Arbeit brauchte, aus Deutschland mitgebracht. Wie groß das Problem war, eine passende Leiter zu bekommen, ist unvorstellbar. Ende gut, alles gut – das Schild hängt, wie das Bild beweist. Ich möchte allen, die in die Elchniederung reisen, einen Besuch des Museums empfehlen. Herr Kent ist für das Museum verantwortlich und hat mit viel Energie ein Kleinod aufgebaut. Anmelden muss man sich telefonisch bei Ivan Malakow in der VeTaufstein der Kirche von Inse steht heute Im ev. Gemeindehaus von Slavskrwaltung. Tel.: 8 40163 31770 oder Handy +79114622834. Im ev. Gemeindeamt bekommt man auch Hilfe. In Kuckerneese wurde der Kindergarten nach umfangreicher Sanierung wieder eröffnet. Manfred Allies, früher Kirchspielvertreter von Kuckerneese, hat im Namen der Kreisgemeinschaft bei seinen Besuchen in Kuckerneese auch dem Kindergarten einen Besuch abgestattet. Mit Spielsachen und Süßigkeiten fuhren wir zum Kindergarten. Er ist ein wahres Paradies für die Kleinen. Während unseres Spazierganges in Kuckerneese fiel mir auf, dass der Zaun um die Kirche fehlte. Drei Leute trugen Steine an der Sakristei ab. Mein Ärger war groß. Mit Hilfe von Sofia meldete ich mich zu einem Gespräch in der Verwaltung Heinrichswalde an - Kuckerneese fällt in die Zuständigkeit von Heinrichswalde. Dort wusste man von nichts, versprach aber, sich zu kümmern. Zu Hause erhielt ich die Antwort, dass die Kirche jetzt der orthodoxen Gemeinde gehört. Es würden Reparaturarbeiten durchgeführt. Das wäre natürlich sehr erfreulich. Am nächsten Tag fuhren wir in meinen Heimatort Inse. Im vorigen Jahr hatte mir Siegfried Scholz aus Inse erzählt, dass der Taufstein aus der Kirche im Garten eines Grundstückes als Blumenkübel steht. Wir hatten ihn auch gefunden, konnten aber aus Zeitgründen nichts mehr unternehmen. Die Besitzer des Grundstückes (ehemals Fam.Beckoleid) versprachen uns, dass wir den Taufstein nach Heinrichswalde in die Kirche bringen können. Als wir nach Inse kamen, nahmen wir das Projekt „Taufstein“ in Angriff. Der Versuch, den Stein zu bewegen, ging schief. Jei, war der schwer. Wieder in Heinrichswalde, erzählten wir unseren Wirtsleuten von unserem Transportproblem. Für den Hausherrn kein Problem. Abends 20 Uhr mit starken Bohlen und einer Flasche Wodka fuhren wir mit seinem Transporter noch mal die 70 km nach Inse. Mit Hilfe von fünf Bewohnern von Inse wurde der Taufstein eingeladen und 23 Uhr war er in der Kirche in Heinrichswalde.  Nachtrag: Der Taufstein steht jetzt im Gemeindehaus der ev. Kirche in Slavsk. Am 28.08.2012 wurde die erste Taufe nach 1944 mit diesem Taufstein durchgeführt (15.09.2012).
Hartmut Dawideit, früher Inse

In der deutschsprachigen Internetausgabe “Russland-Aktuell” (Kaliningrad) fanden wir folgenden Artikel:
Dienstag, 26.10.2010
Tanzen hier ehemalige Sowjetbürger, Russländer, Russen - oder vielleicht Kaliningrader? (Foto: ld/.rufo)Neuer Volksstamm in Russland: Die „Kaliningrader“
Kaliningrad. Bei der am Montag beendeten Volkszählung haben im Gebiet Kaliningrad mehrere Menschen als ihre Nationalität „Kaliningrader“ angegeben. Die Exklave an der Ostsee scheint ihr eigenes Völkchen zu gebären.
Bei der Volkszählung konnte jeder Befragte seine ethnische Zugehörigkeit selbst bestimmen, die Volkszähler sollten eintragen, was ihnen genannt wird. Eine Liste der „zulässigen Nationalitäten“ gab es nicht, auch werden keinerlei Nachweise der ethnischen Zugehörigkeit gefordert.
Wie Galina Tschurikowa, der Leiterin der Kaliningrader regionalen Abteilung der Statistikbehörde RosStat erklärte, hätten sich auf diese Weise einige Befragte im Gebiet Kaliningrad zu „Kaliningradern“ erklärt. Wie viele Menschen sich so identifizieren, konnte sie nicht sagen, es habe aber eine ganze Reihe solcher Fälle gegeben.
Bislang galten 82 Prozent als "Russen"
Ganz offenbar wirkt sich die zwei Jahrzehnte dauernde Isolation der von Polen und Litauen umgebenen russischen Exklave mittlerweile auf das Selbstverständnis der etwa 950.000 Bewohner aus.
Bei der letzten Volkszählung 2002 hatten sich etwa 82 Prozent der Bewohner des Bernsteinlandes als Russen und je 5 Prozent als Weißrussen und Ukrainer bezeichnet. Nach Litauern und Armeniern stellten Deutsche mit 0,9 Prozent die sechstgrößte Bevölkerungsgruppe.
Aber sofern es sich nur um Einzelfälle und kein Massenphänomen handelt, werden die neuen Angehörigen des Kaliningrader-Volkes in der aktualisierten Statistik wohl auch nur in der Rubrik „Sonstige“ aufgehen. So wie auch alte Pruzzen oder Ostpreußen, die sich beim Zensus vielleicht auch noch gefunden haben ...

Zusammen bewahren wir unsere gemeinsame Geschichte  von W. Kent SlawskWatschislaw Kent aus Slawsk
Ich wurde am 13.10.1960 in eine Bauernfamilie aus dem Dorf Makrovez, Novagrudok Kreis , Grodno –Gebiet geboren. Seit Kindheit kenne ich die Bauernarbeit. Das Hauptziel meiner Eltern war, von uns fleißige, verantwortungsvolle und ehrliche Leute zu machen, mit Respekt zu älteren Menschen.
Sehr viel hat für die Charakterformierung meine Großmutter Lydia getan. Sie war eine naturverbundene Heilpraktikerin und hat gerne anderen Menschen geholfen. In der Familie war man sehr stolz über ihre Vorfahren.
Die Petrowitschi-Mittelschule war drei Kilometer von zu Hause entfernt. Zum Unterricht bin ich zu Fuß, wie alle anderen Kinder auch in dieser Zeit, gegangen. Egal wie das Wetter war – Schneesturm oder Frost, Hochwasser oder Regen. Die gerade Strecke führte durch das Feld über drei Bäche. Nach dem Abschluss der Mittelschule bin ich 1978 zur Armee gegangen. Infolge waren sechs Monate ein Lehrgang in der Stadt Tombow und 18 Monate in der Stadt Sekeschfechen in Ungarn. Dort habe ich das erste Mal gesehen, wie die Leute im Ausland wohnen. Das kleine weißrussische Dorf kann man nicht mit dem großen ungarischen Dorf, zweistöckig und aus Stein gebaute Häuser, vergleichen.
Nach dem Militärdienst habe ich im Gasapparaturenwerk in Novagrudok gearbeitet. Nach einem halben Jahr Grundlehrgang habe ich als bester Lehrling die Dritte Lohnstufe bekommen und als Reparatur-Werkzeugmacher gearbeitet. In der Stadt Novagrudok habe ich zur Miete gewohnt.
In meiner Freizeit habe ich häufig geschichtliche Ausflüge in der Stadt und näheren Umgebung unternommen. Dabei habe ich unter anderem das Museum des Dichters Adam Mitzkewitsch besucht, wie auch die alte Schlossruine auf dem gleichnamigen Schlossberg im Stadtbereich. Auch galt mein Interesse der Stadtbibliothek sowie die dort vorhandene katholische Kirche. Des Weiteren habe ich Gedichte geschrieben, von denen einige in der Kreiszeitung veröffentlicht wurden.
In Novagrudok habe ich auch meine spätere Ehefrau kennen gelernt, bei deren Eltern ich zur Miete gewohnt habe. Sie selbst hat zu diesem Zeitpunkt an der Kaliningrader (Königsberger) Universität Geschichte studiert. Aufgrund dieser Verbindung bin ich nach Kaliningrad (Königsberg) gekommen und habe dort an der Universität Philologie und parallel dazu Journalistik studiert.
1987 bin ich nach Slawsk (Heinrichswalde), Kaliningrader (Königsberger) Gebiet geschickt worden, um dort als Journalist in der Kreiszeitung zu arbeiten. Diese Tätigkeit hatte ich 15 Jahre inne. Seit 2003 arbeite ich in der Informationsabteilung der Kreisverwaltung. Dabei habe ich die Idee gehabt, die deutsch-russische Geschichte des Kreises in Form eines Museums zu dokumentieren. Motivation hierzu war auch, etwas konkret Bleibendes für spätere Generationen zu schaffen, als zu Lebzeiten sinnlos Papier zu produzieren. Aber auch, um ein persönliches Lebenswerk zu schaffen.
Die Anfänge waren recht schwierig, da zu Beginn weder Geld noch passende Räume vorhanden waren. So wurden anfänglich Fund- und Sammelstücke privat sichergestellt, immer in der Hoffnung auf entsprechende Unterstützung. Mit Unterstützung des Landrats Alexander Gwosdenko wurden die in der Uliza Sowjetskaja vorhandenen Räumlichkeiten der ehemaligen Kinderbibliothek mit einer Grundfläche von 106 m2 für die Errichtung eines entsprechenden Museums freigegeben. Mit meiner Idee „Museumsprojekt“ habe ich mich an die holländische Stiftung „Maahdenhaus“ gewandt und einen Geldpreis gewonnen. Das so erhaltene Geld habe ich für notwendig werdende Renovierungsmaßnahmen eingesetzt, bei der unter anderem elektrische Leitungen, Fenster, Fußböden und sonstige Dinge in Ordnung gebracht werden mussten.
Parallel dazu habe ich später an das Kulturministerium, Kaliningrader (Königsberger) Gebiet geschrieben und für das so ins Leben gerufene Projekt 42.000 Rubel als H.Dawideit übergibt ein Exponat an Herrn W.Kent im MuseumZuschuss bekommen. Dieses Geld wurde sogleich für den Kauf von Stühlen, Tischen und Vitrinen verwandt. Die meisten Exponate habe ich von Bewohnern des Kreises erhalten. Hierbei werbe ich in der Zeitung „Slawski Novostie“ ( Heinrichswalder Neuigkeiten) und bedanke mich bei ihnen für die Unterstützung. Hierbei kommt es vor, dass ich oftmals in dieser Sache unterwegs bin.
In dieser Zeit waren im Museum nur wenige Exponate und Informationen über die Geschichte von Heinrichswalde, Kaukehmen, Groß Skaisgirren und andere Orte der Elchniederung vorhanden. Ich habe dann vor einigen Jahren den Leiter der Kreisgemeinschaft Elchniederung Manfred Romeike und den Geschäftsführer Hartmut Dawideit kennen gelernt.
Bei ihrer nächsten Reise nach Slawsk (Heinrichswalde) haben sie deutsche Bücher, Heimathefte der Elchniederung, Bilder und eine alte Elchniederungsfahne und viele andere Sachen mitgebracht. Und letztes Mal hat Frau Bastemeyer dem Museum ihr Buch geschenkt. Die Studenten und Schüler interessieren sich sehr für diese Literatur. Auch viele andere deutsche Bürger – ehemalige Ostpreußen – haben dem Museum sehr geholfen. So hat Herr Erich Sperber mit seinem Geld eine neue Tür und Fenster bezahlt. Große Hilfe hat auch Herr Peter Westphal geleistet. Frau Brand- Berg hat uns ein großes Bild von „Katharina von Rauter“ und der „Kirche Rauterskirch“, ein Gemälde von Astrid Leiterer, geschenkt.
Ein ungewöhnliches Exponat hat für die Heimat seiner Eltern Herr Dietmar Nebjonat gebracht, ein Elchgeweih und Fell. Sein Opa aus Karkeln hat den stattlichen Elch um 1935 geschossen und bis 1945 nach Berlin gebracht. Lange Zeit war diese bemerkenswerte Trophäe bei dem Opa und später bei dessen Sohn, dem Vater von Dietmar. Nach seinem Tod bekam die Trophäe Dietmar Nebjonat. Als er Kenntnis von dem Museum bekam, hat er eine Entscheidung getroffen, den „Elch“ wieder seiner angestammten Heimat zuzuführen. Bei der Überführung von Trophäe und Fell haben diese bei den polnischen und russischen Grenzbeamten buchstäblich einen Schock ausgelöst. In ihrer Ratlosigkeit haben sie nicht gewußt , was sie damit machen sollten. Aber die hartnäckigen Deutschen haben ihr Ziel erreicht und die Trophäen einen würdigen Ehrenplatz im Museum gefunden.
Ein seltenes Exponat hat uns auch Frau Waltraud Schrader aus dem Dorf Lindental (Prigorodnoje) zur Verfügung gestellt, es ist eine kleine Kaffeemühle. Ihre Eltern haben sie 1930 in Heinrichswalde gekauft. In der besten Zeit hat sie Kaffee gemahlen. Während des Krieges und in der Hungersnot hat sie wie eine Getreidemühle gedient. Auf den Feldern haben die Leute verschiedene Getreidesorten gesammelt, um sie in der Mühle zu mahlen. Aus dem so gemahlenen Getreide haben sie Suppe gekocht. So hat die Kaffeemühle in schwerster Zeit die Familie gerettet. Als die letzten Deutschen 1948 deportiert wurden, hat die Familie die Kaffemühle mitgenommen. Dabei ist die Mühle zunächst nach Deutschland und später in die Schweiz gelangt. Seither sind schon 60 Jahre vergangen. Jetzt ist die Mühle wieder nach Heinrichswalde gekommen.
Die Familie Bärbel und Hartmut Dawideit haben einen Satz Tischlerwerkzeug von Erich Sperber aus Kussenberg gebracht. Seine Eltern haben die Werkzeug-ausstattung für die Ausbildung als Tischler bei Meister Arthur Kuckuck zum 1. September 1943 in Seckenburg gekauft. Über all die Jahre hat er die gesamte Werkzeugausstattung bewahren können, jetzt hat er diese dem Museum übergeben.
Dank der Hilfe deutscher Freunde ist die Anzahl der Exponate größer und reicher geworden. Das Museum hat auch einen Plan von dem Dorf Gowarten (Dserschinskoe) von 1790 und Kopien von alten Rechnungen aus Kaukehmen (Jasnoe) von 1923 und 1925 bekommen.
Die Besucher zeigen großes Interesse zu alten Geldscheinen und Münzen aus der Zeit von 1910,1917,1923- 24 und 1945. Das ist alles wie ein Wunder, dass diese Sachen einen großen Weg von tausende Kilometer genommen und nach 60 Jahren in ihre alte Heimat gekommen sind. All diese Sachen haben neben den anderen Museumsstücken einen guten und würdevollen Platz gefunden. Jeder Besucher kann diese Dinge sehen und dabei die Geschichte über unseren wundervollen Kreisort spüren.
Mit unseren Bemühungen können wir die gemeinsame Geschichte unserer Heimat, Kreis Elchniederung, (Heinrichswalde), Slawski Rayon bewahren. Ich bedanke mich ganz herzlich bei dem Vorstand der Elchniederung und den ehemaligen Bewohnern unseres Kreises – und hoffe auf eine weitere gute Zusammenarbeit und Hilfe.
Mit herzlichem Dank  Watschislaw Kent

Weihnachten in unserer Heimat – Heinrichswalde / Slavsk

In unserer Heimat feierten die evangelisch-lutherischen Neu-Einwohner der Kreishauptstadt Slavsk (Heinrichswalde) in der Elchniederung (heute Rayon Slavsk) einen andachtsvollen Weihnachtsgottesdienst am 25.12.2013.

Frau Helena Solowjowa schreibt an Prof. Günter H. Hertel:

„Sehr geehrter Herr Hertel
Herzlichen Dank für Ihren Brief und Fotos von Ihrem Besuch bei uns im Juli 2013.

Das Gemeinde-Haus war voller Christen. Das ist nicht selbstverständlich, da wir in Russland einen ganz normalen Arbeitstag zum 25.12. haben. Unsere Pröpstin Maria Golotschapowa sowie unser Vize-Propst Thomas Vieweg und seine Frau waren bei uns. Maria predigte uns die Weihnachtsbotschaft des in der Wiege und auf der Flucht geborenen Christuskindes. Unsere Musikschule unterstrich diese Frohe Botschaft ganz inniglich durch Musik, die Stimme Gottes.
Leider musste sich unsere Organistin Irina einem Krankenhausaufenthalt unterziehen, um eine Niere entfernen zu lassen. Wir legen ihre Gesundheit in Gottes Hände.
Die Leiterin der Musikschule hat mit unseren Kindern und der Gruppe Stern geübt, so dass ein prächtiges Konzert zu hören war. Alle zusammen, Gemeinde, Propstei, Musikschule und unsere Lehrerinnen sind eine Gemeinschaft in Gott…. Ich schicke einige Fotos.

Shenja Borodin
Schwester Barbara Weit und ihre Kinder
Pröpstin Maria Golotschapowa
Gruppa "Stern" S. Barbara, Olga Knülis, Marina Prusakowa, Irina Nazewa

Kontakt in Heinrichswalde /Slavsk: Helena Solowjewa  in Slavsk Pereulok Ofizerskij 2   E-Mail: swetlatschok@baltnet.ru
Kontakt Deutschland:                          Prof. Günter H. Hertel  (stellv. Kirchspielvertreter Kaukehmen/Kuckerneese und Skören)

Im Ergebnis seiner Reise nach Kaliningrad/Königsberg im April 2014 informierte uns der stellv. Kirchspielvertreter Kaukehmen/Kuckerneese und Skören, Herr  Prof. Hertel,  über Kirchen im Gebiet der Elchniederung.

Prof. Dr.-Ing. habil.
Günter H. Hertel: „Eigentumsübertragung von Einrichtungen religiöser Nutzung im Königsberger / Kaliningrader Gebiet“
Für die weitere Entwicklung sowohl des visuellen Königsbergs wie auch des religiösen Lebens im Kaliningrader Gebiet schuf die Übertragung von Eigentum an die Russisch-Orthodoxe Kirche durch russisches föderales Gesetz und durch regionale Beschlüsse im Jahre 2010 eine völlig neue Situation.
Ohne Kommentare wird hier erstmals die Urkunde der Eigentumsübertragung der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt und übersetzt. Die Urkunde erhielt der Verfasser aus privater Hand in der Elchniederung im Jahre 2013. Über die Situation der Kirchen im Kaliningrader Gebiet ist später zu berichten.

Eigentumsübertragung von Kirchen im Kaliningrader Gebiet 2010

Die nachfolgende deutsche Übersetzung der Übertragungsurkunde fertigten Frau Nelli Sudibor, Frau Ute Brand-Berg und der Verfasser an. Sie wurde überprüft und modifiziert von der Dolmetscherin für russische und deutsche Sprache, ernannt durch das Kreisgericht Ostrava / Tschechien vom 18.11.1985 Az. Spr 5091/85, Frau Mgr. Helena Hessova, tätig für das Übersetzungsbüro Aspena in der Tschechischen Republik.

Russische Föderation

Kreisrat der Deputierten
des Slavsker Kommunalkreises
des Kaliningrader Gebiets

24.04.2010
Stadt Slavsk

Beschluss

Nr. 32

 

Über die Übergabe der Immobilien religiöser Bestimmung aus dem kommunalen Eigentum des MO «Slavsker Kommunalkreis» in den Besitz der örtlichen orthodoxen Kirchgemeinde der Drei Erzpriester/Heiligen der Stadt Sovjetsk des Kaliningrader Gebiets der Smolensk-Kaliningrader Diözese der Russisch Orthodoxen Kirche.

Nach der Prüfung des Gesuchs der Administration der kommunalen Verwaltung „Slavsker Kommunalkreis“ bezüglich der Übergabe der Immobilien religiöser Bestimmung aus dem kommunalen Besitz der kommunalen Verwaltung «Slavsker Kommunalkreis» in das Eigentum der lokalen Kirchgemeinde der Drei Heiligen der Stadt Sovjetsk des Kaliningrader Gebiets der Smolensk-Kaliningrader Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche fasste der Kreisrat der Deputierten folgenden

Beschluss:
 

(Unlesbar) …MO «Slavsker Kommunalkreis»   Malzev, A.G.

      Stempel des Kreisrats der Deputierten

      des Slavsker Kommunalkreises des        Kaliningrader Gebietes (RajSovjet)

      ORGN 1023902006160

      Handschriftliche Unterschrift

 

Für die Richtigkeit der Kopie MO «Slavsker Kommunalkreis»
Nummer unleserlich
06.09.2011
Rundstempel:
”Administration der kommunalen Bildung des «Slavsker Kommunalkreis» des Kaliningrader Gebiets OGRN 1023902005996

Die im §1 des o.g. Beschlusses genannten „Immobilien religiöser Bestimmung“ in der Region des Kreises Slavsk (in etwa die Kreisgrenzen der Elchniederung des Jahres 1938, also ohne Memelland) sind in der Anlage genannt. Es sind 11 Objekte aufgeführt (übersetzt vom Verfasser):

Angaben der russisch-Sprachigen Anlage zum Objekt

Angaben der russisch-sprachigen Anlage zum Ort des Objektes / in lateinischem Alphabet (vom Vf.)

Hinweise zum Objekt und Ort in deutscher Zeit (Namen des Ortes bis 1938 und 1946 / Namen 1938 bis 1945)

  1. Kirche (1704-1708)

Ясное / Jasnoje, Markt

Kaukehmen / Kuckernesse, Markt

  2. Gebäude der Kirchenschule (18.-19.Jh.)

Ясное / Jasnoje, Markt

Kantorenschule in Kaukehmen / Kuckernesse, Markt

  3. Haus des Pastors (19.-20.Jh.)

Ясное / Jasnoje, ul. Strelzova, Haus Nr. 1

Kaukehmen / Kuckernesse, Schulstraße Nr. 1

  4. Kirche (Ruine der Kirche 1675-1703)

Большие Бережки /Bolschije Bereschkij

Alt Lappienen / Rauterskirch

  5. Kirche (Ruine der Kirche 1802)

Гастеллово / Gastellovo

Groß Friedrichsdorf / Groß Friedrichsdorf

  6. Kirche (Ruine der Kirche 1905)

Громово / Gromovo

Lauknen / Hohenbruch

  7. Kirche (Ruine der Kirche 1729)

Тимирязево / Timirjasevo

Neukirch

  8. Kirche (Ruine der Kirche 1753)

Прохладное / Prochladnoje

Kallningken / Herdenau

  9. Kirche (Ruine der Kirche 1780)

Высокое / Vysokoje

Popelken / Markthausen

 10. Kirche (1892)

Ленинское / Leninskoje

Pokraken / Weidenau (Ostpr.)

 11. Kirche

Большаково / Bolschakovo, ul. Sovetskaja, Haus Nr. 2

Groß Skaiskirren / Kreuzingen, Königsberger Straße Nr. 2

Gedenkstein für die ehem. Einwohner der Elchniederung

Neuer Volksstamm “Die Kaliningrader”

Reise 2010 in die Elchniederung von H. Dawideit

Gemeinsame Geschichte von Watschislaw Kent

Treffen der Memelstromer in Halle/s. April 2012

Busreise in die Elchniederung August 2012 Teil1

Weihnachten 2013 in Heinrichswalde/Slavsk Prof. Hertel

Übertragung von Kirchen an die ROK im Kr. EN 2010

Busreise in die Elchniederung August 2012 Teil2

Bericht Deutsch-Russisches-Forum 2014 Slawsk

Flugreise Mai 2014 Elchniederung & Samland

Flugreise Juni 2015 Elchniederung & Samland

Chorreise im Mai 2015 im Kaliningrader Gebiet

 

 

Der ist in tiefster Seele treu, wer die Heimat liebt wie du.
Aus Theodor Fontanes Balade  “Archibald Douglas”

Werbung unseres früheren Kreises Elchniederung

Für Informationen, Auskünfte und Hilfe stehen zur Verfügung

Lidija Lobakina
Mitglied evang. Kirchengemeinde
Molodeznaja 26   Slawsk (Heinrichswalde)
Handy-Nr.: 007 911 473 8968

Schwestern Helena & Barbara
Kinderheim   Slawsk
Tel.: 007 401 6332 448

Unterkünfte

Tatjana Botscharowa,
Parkovaja Nr.5   Slawsk (Heinrichswalde)
Tel. u. Fax: 007 401 6332 463

Alik Mikschta,
Molodeznaja 24   Slawsk (Heinrichswalde)
E-Mail : alik_mikshta@list.ru

Gemeindehaus der evangelische Kirchengemeinde
Uliza Lenin 5  Slawsk (Heinrichswalde)
Info über Lidija Lobakina siehe oben

Swetlana Efimowa
Prochladnoe (Herdenau)
(neben Kindergarten; früher Schule)
Info über Jürgen Leiste
 Tel.: 007 90 97 84 51 73

Bericht über das 7. Deutsch-Russische-Forum

Beim 7. Deutsch-Russischen Forum, das vom 17. - 19.10.2014 in Tilsit stattfand, gestalteten die Kreisgemeinschaften Elchniederung, Tilsit-Ragnit und die Stadtgemeinschaft Tilsit das Rahmenprogramm. Unserer Kreisgemeinschaft oblag dabei die Aufgabe, Freitags eine Fahrt durch die Eichniederung zu organisieren. Dabei wurden die wichtigsten und interessantesten Orte des Kreises aufgesucht. Der Kreisvertreter Manfred Romeike hatte die Route ausgearbeitet und gab allen Teilnehmern im Bus Informationen an die Hand. Unterwegs erzählte er Wissenswertes zu den einzelnen Kirchspielen, besonderes Augenmerk lag dabei auf der Geschichte der Kirchen in den einzelnen Orten.
Die Fahrt begann um 9.00 Uhr morgens, der erste Weg führte nach Heinrichswalde (Slavsk). Hier wurden die Kirche und das Heimatmuseum besichtigt. Der im Sommer eingeweihte Gedenkstein vor der Kirche fand dabei großen Anklang bei den Besuchern. Die Leiterin des Touristikbüros, Anastasja Wenselena, und die Dolmetscherin Valentina Famenkowa erläuterten die wichtigsten Fakten zur Heinrichswalder Kirche und der Leiter des Museums, Wjatscheslaw Kent, führte durch die Räumlichkeiten des Heimatmuseums. Zu einigen Exponaten erzählte er, wie sie den Weg ins Museum gefunden haben. Nachdem sich alle Teilnehmer im Gästebuch eingetragen hatten, wurde die Fahrt über Neukirch und einem kurzen Stopp in Kuckerneese fortgesetzt. Über Herdenau ging es nach Karkeln, wo bei einem Aufenthalt Zeit für einige Fotos und einen Spaziergang ans Haff war. Danach wurde die Rundfahrt nach Pait fortgesetzt.
Hier wurde die Gruppe von Jürgen Leiste empfangen, der den renovierten Kaisersaal zeigte. Dabei gab er einen kurzen Überblick über die Geschichte des Jagdschlosses. Nach einem Abstecher nach Inse wurde die Gruppe in Rauterskirch erwartet.
Die Mitarbeiterinnen der Sozialstation hatten einen Imbiss für die Gruppe vorbereitet An reichlich gedeckten Tischen erfuhren die Teilnehmer etwas über die Arbeit der Frauen in der Sozialstation. Nach der Stärkung wurde die Kirchenruine Rauterskirch besichtigt.
Anschließend übernahm Dieter Neukamm die Information über den Kreis Tilsit-Ragnit. Dort führte der Direktor der Schule von Breitenstein, Jurij Userzow, die Gruppe durch das Museum in seiner Schule. Nach einem langen und erlebnisreichen Tag führte der Weg dann am Abend über Tilsit-Ragnit zurück ins Hotel nach Tilsit.

Manfred Romeike
Kreisvertreter
 

Denkmal
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Our Homeland Today

Wappen des Kreises Elchniederung
Die Kirche im Kreisort Heinrichswalde